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Ausstellung in der Kreisbibliothek

Siegfried Bausch in seinem Atelier in Groß Grönau.

Siegfried Bausch in seinem Atelier in Groß Grönau.

Bild: hfr

Eutin. Der Förderverein Bildende Kunst Ostholstein zeigt bis zum 22. August in der Galerie (1. OG) der Kreisbibliothek Eutin, Schlossplatz 2, die Kunstausstellung „Im Anfang war das Wort“ mit Werken von Siegfried Bausch, Barbara Ehrentreich, Gudrun M. Günther und Peter Schlieper. Gemeinsam ist den vier Malerinnen und Malern, dass die hier gezeigten Werke zumeist aus einem Wort oder Begriff entwickelt wurden. Dabei wurden Techniken wie Acrylmalerei, Malerei mit Acryltinten, sowie Collagen aus Druckerzeugnissen, Kunst- und Naturmaterialien eingesetzt.

 

Siegfried Bausch aus Groß Grönau bereichert die Gemeinschaftsausstellung mit seinem vielseitigen künstlerischen Zugang, der zwischen Malerei und Skulptur changiert. Sein beruflicher Hintergrund in Mathematik und Bauingenieurwesen prägt seine künstlerische Sprache, in der er mit Acrylfarben gestische Abstraktion und geometrische Präzision zu reizvollen Kontrasten verbindet. In seinen abstrakten Arbeiten setzt er sich mit dem Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Idealvorstellungen und gelebter Wirklichkeit auseinander und lädt die Betrachtenden zu einer persönlichen, emotional reflektierten Auseinandersetzung mit seinen Werken ein. Dabei spielen immer wieder auch einzelne Worte oder Satzbausteine eine tragende Rolle. Seine künstlerische Arbeit ist über das Online-Portal Singulart.com zugänglich, wo er einem internationalen Publikum Einblicke in sein Schaffen gibt.

 

Barbara Ehrentreich, in Backnang/Württemberg geboren, arbeitete zunächst als Diplompädagogin und Gestalttherapeutin in Berlin, bevor sie sich 2004 aufs Land zurückzog und sich seit 2012 ausschließlich der freien Kunst widmet. Sie lebt als freischaffende Künstlerin in Burg auf Fehmarn und schafft überwiegend kleinformatige, wirkstarke Collagen und Mischtechnik-Arbeiten aus Naturmaterialien, gebrauchten Papieren und kleinen Fundstücken. Besonders im Kontext von „Im Anfang war das Wort“ tritt eine Facette ihres Werks hervor: Für ihre Bildtitel verwendet Ehrentreich mit Vorliebe vom Aussterben bedrohte Wörter oder erinnert an längst vergessene Personen - ein spurensuchender Umgang mit Sprache, der sich unmittelbar in ihrer collagierten Bildsprache fortsetzt. Einblicke in ihr Werk bietet auch www.barbara-ehrentreich.de.

 

Gudrun M. Günther lebt seit 1981 in Ostholstein und ist seither eine feste Größe der regionalen Künstlerszene. Ihre Kindheit verbrachte sie an der Elbe, doch später verliebte sie sich in die Ostsee, deren Landschaft sie bis heute inspiriert. Neben der Malerei ist der Theologin und Germanistin das geschriebene Wort wichtig: Sowohl durch Bilder als auch durch Texte lässt sie andere an ihren Eindrücken teilhaben. Ihre Arbeiten zeigte sie unter anderem im Tischbein-Gartenhaus Eutin/Malente sowie im Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin. Als Mitglied des Kreises der Künste in Eutin verbindet sie zudem Malerei und Lyrik - ihre Gedichte werden bei Veranstaltungen im KuBah vorgetragen. So verkörpert sie das Zusammenspiel von bildender Kunst, Sprache und Reflexion, das ihre künstlerische Präsenz in Ostholstein prägt.

 

Peter Schlieper lebt und arbeitet als freischaffender Künstler bei Oldenburg (in Oldenburg). Der Autodidakt ist Mitglied im Bund Bildender Künstler:innen Oldenburg sowie in der International Association of Artists und blickt auf eine über fünfzigjährige künstlerische Praxis zurück, die von zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen begleitet wird. Prägend für sein Schaffen sind Reisen durch Europa, Afrika, den Orient, die Karibik und insbesondere Asien, deren kultureller und spiritueller Austausch bis heute in seine Bildsprache einfließt. In klaren Linienstrukturen und intensiver Farbtiefe - ob in Aquarell, Tusche, Acryl, Kreide oder als Mixed Media und Collage - setzt sich Schlieper mit den Grenzbereichen menschlicher Wahrnehmung auseinander, mit dem Übergang zwischen Innen und Außen, zwischen sinnlicher Erfahrung und innerer Vorstellung. In der Kreisbibliothek zeigt er sechs Drucke aus seiner Serie „Reflexionen“, die diese meditative Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Sprache und innerem Bild auf eindrucksvolle Weise verdichten. Weitere Einblicke in sein Werk sind auf www.galerie-schlieper.de zu finden.

 

Der Förderverein Bildende Kunst Ostholstein lädt herzlich ein zur Finissage am 22. August um 11 Uhr in der Kreisbibliothek Eutin. Die vier Kunstschaffenden werden anwesend sein. Die Ausstellung ist ab sofort zu besichtigen zu den Öffnungszeiten der Kreisbibliothek Eutin: Dienstag und Freitag 9.30 bis 18 Uhr, Mittwoch und Samstag 9.30 bis 13 Uhr, Donnerstag 9.30 bis 19 Uhr. (red)


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