Marlies Henke

Bauprojekte, StrandSpa und Finanzen: Gemeindevertretung Dahme tagte

Bild: Hfr

Dahme. Gute Nachrichten zum Ausbau von Ulmenweg und Kornhof: Die Arbeiten kommen deutlich schneller voran als ursprünglich geplant. Wenn das Wetter mitspielt, könnte die gesamte Baumaßnahme sogar erheblich früher abgeschlossen werden. Das berichtete Bürgermeisterin Stefanie Friedrich-Suhr in der Sitzung der Dahmer Gemeindevertretung am Dienstag vergangener Woche im Strandhus. In ihrem Bericht gab sie einen Überblick über den Stand zahlreicher Projekte und Vorhaben in der Gemeinde.
Beim Ausbau von Ulmenweg und Kornhof soll der zweite Bauabschnitt voraussichtlich in zwei Wochen abgeschlossen sein, während parallel schon die Arbeiten im dritten Abschnitt laufen. Ursprünglich war dessen Beginn erst für Mai 2027 vorgesehen.

Auch bei anderen Bauvorhaben geht es voran: Die Sanierungsarbeiten am Gemeindehaus, in dem künftig auch die Kindertagespflege untergebracht werden soll, haben begonnen. Beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses befindet sich die Planung inzwischen in der dritten Leistungsphase. In der sogenannten Entwurfsplanung wird ein konkretes Baukonzept mit detaillierten Zeichnungen erarbeitet.
Die Herstellung der Retentionsfläche im Zusammenhang mit der Verrohrung der Dahmer Au ist bereits abgeschlossen. Die wasserrechtliche Abnahme erfolgte im September. Die abschließende Abnahme ist für Donnerstag vorgesehen.

Die Umgestaltung des Bürgermeister-Werner-Specht-Parks hat über Dahme hinaus Aufmerksamkeit bekommen: Ein Team der NDR-Sendung „Nordstory“ hatte im August unter dem Titel „Vom Kurpark zum Naturpark“ einen Beitrag über das Projekt gedreht, der inzwischen ausgestrahlt wurde.
Die drei neuen E-Ladesäulen an der Seestraße bei der Alten Post sowie auf den Parkplätzen am Kampland und an der Leuchtturmstraße sind inzwischen aufgestellt und angeschlossen. Damit sie genutzt werden können, muss die Gemeinde noch ihre Parkgebührenverordnung anpassen.

Auch bei der Suche nach einer Dorfkümmerei gibt es Fortschritte. Nach Sichtung und Vorauswahl der Bewerbungen hatten bereits Gespräche mit den Kandidaten stattgefunden. Bürgermeisterin und Fraktionssprecher wollten sich nun auf eine gemeinsame Entscheidung verständigen. Die Gemeinde Dahme ist außerdem inzwischen bei der Dorf-App StadtLand.Funk online. Die Betreuung der Plattform sollen im kommenden Jahr von der Dorfkümmerei übernommen werden.
Mit Blick auf den Südstrand berichtete Friedrich-Suhr zudem von einem Verein, der sich derzeit unter dem Namen „Naturschutz durch Küstenschutz Dahme/Ostsee“ gründet. Er möchte sich für die Wiederherstellung der Steinbuhnen einsetzen.

Aktuelles zum StrandSpa
Über die Entwicklung des StrandSpa berichtete die operative Geschäftsführerin Katharina Olm. Wirtschaftlich liege man im Plan für 2026. Besonders erfreulich sei die Entwicklung im Fitnessbereich, der nahezu die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmache. Die Mitgliederzahl habe inzwischen einen Höchststand seit 2019 erreicht. Auch das Angebot soll weiter wachsen: Ab Februar verstärken eine neue Physiotherapeutin und eine Kurstrainerin mit den Schwerpunkten Dance- und Step-Aerobic das Team. Zudem soll eine Winterkooperation mit örtlichen Ferienvermietern, der Jugendherberge und der Gastronomie mehr Gäste in der Nebensaison nach Dahme bringen. Ein Pilotprojekt ist für Januar geplant.
Handlungsbedarf besteht unterdessen am Dach des alten Schwimmbads. Eine Begutachtung habe ergeben, dass es dringend saniert werden müsse. Bei den Themen Brandschutz und Arbeitssicherheit geht es ebenfalls voran.
Für Januar ist außerdem die Einführung eines neuen Online-Buchungs- und Kassensystems vorgesehen. Die Internetversorgung konnte durch die Inbetriebnahme von Starlink bereits verbessert werden, sodass inzwischen auch Kartenzahlungen wieder möglich sind. Mit einer täglichen „Teatime“ wurde zudem das Saunaangebot erweitert.

Die Gemeindevertretung beschloss zudem die Jahresabschlüsse 2025 des Tourismus Service und des Sport- und Gesundheitszentrums. Beide Einrichtungen schlossen das Wirtschaftsjahr mit einem Fehlbetrag ab. Beim Tourismus Service standen Erträgen von rund 3,97 Millionen Euro Aufwendungen von etwa 4,16 Millionen Euro gegenüber. Das entspricht einem Minus von rund 187.000 Euro. Das Sport- und Gesundheitszentrum Dahme verzeichnete bei Erträgen von rund 1,36 Millionen Euro und Aufwendungen von etwa 2,07 Millionen Euro einen Fehlbetrag von rund 711.000 Euro. Dieser wird durch den Tourismus Service Dahme ausgeglichen. (he)


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