

Kellenhusen. Am 3. Mai 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, ereignete sich in der Lübecker Bucht eine grausige Tragödie. Mehrere große Schiffe, darunter die MS Cap Arcona, wurden von englischen Flugzeugen angegriffen. Über 7000 Menschen kamen ums Leben. Die Nazis erwarteten diese Angriffe und hatten zuvor tausende KZ-Häftlinge in die Schiffe gepfercht. Die Erinnerung an dieses Verbrechen ist an der Lübecker Bucht noch gegenwärtig. So wird noch bis Ende Januar die Ausstellung „Cap Arcona - Erinnern an ein Verbrechen“ gezeigt. Die Ausstellung und ein Workshop am 24. Januar beleuchten die historischen Hintergründe, den Ablauf der Ereignisse sowie die Schicksale der Opfer und ordnen das Geschehen vor dem Hintergrund des nahenden Kriegsendes ein.
Am Sonnabend, den 24. Januar, um 11 Uhr findet in den Ausstellungsräumen in Kellenhusen, im ehemaligen Sparkassengebäude Am Ring 1 zu dem Thema ein Workshop statt. Er bietet Raum für eine vertiefende Auseinandersetzung, Diskussion und Reflexion über Erinnerungskultur, Verantwortung und die Bedeutung des Gedenkens in der Gegenwart. Der Workshop wird von der Museumspädagogin Melanie Zühlke begleitet.
Mit der Ausstellung und dem Workshop soll nicht nur an die Opfer erinnert werden, sondern auch ein Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus geleistet werden. Das Gedenken an die Cap Arcona ist zugleich eine Mahnung gegen das Vergessen und für eine menschenwürdige, demokratische Zukunft. Denn Erinnern heißt nicht nur zurückblicken, sondern auch Lehren für die Gegenwart und die kommenden Generationen zu ziehen.
Die Gemeinde Kellenhusen bietet den Workshop im Zuge ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Wintertied“ in Zusammenarbeit mit dem zeiTTor Museum der Stadt Neustadt. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei und eine Anmeldung zum Workshop ist nicht erforderlich. (red)




