reporter Neustadt

Cineastisches Open-Air Naturerlebnis

Der Naturerlebnisraum „Historischer Pfarrhof Schönwalde“ bietet die Kulisse für die fünfte Auflage des Kino-Sommers unter dem Blätterdach der alten Bäume.

Der Naturerlebnisraum „Historischer Pfarrhof Schönwalde“ bietet die Kulisse für die fünfte Auflage des Kino-Sommers unter dem Blätterdach der alten Bäume.

Bild: hfr

Schönwalde. Der Freundeskreis Pfarrhof Schönwalde lädt im August wieder zu drei Filmvorführungen unter freiem Himmel des Naturerlebnisraums ein. Auf dem Programm stehen drei preisgekrönte Dokumentationen. Die Vorführungen finden im Naturerlebnisraum Pfarrhof Schönwalde, Jahnweg 2, statt und beginnen jeweils um 21 Uhr. Bereits eine Stunde zuvor lädt der Freundeskreis zum Come-together bei Getränken und Snacks vor der Pfarrscheune auf dem Gelände des Pfarrhofes ein. Die Einnahmen und Spenden des Abends kommen der Erhaltung und Pflege des Naturerlebnisraums zugute. Der Eintritt zu den Filmabenden ist frei, Anmeldungen sind nicht erforderlich.

 

Den Anfang macht am Samstag, 1. August, der vielfach ausgezeichnete Film „Mein Lehrer, der Krake“ von Craig Foster aus Südafrika. Während eines schweren Burn-out-Syndroms 2010 versucht Foster beim Schwimmen und Schnorcheln in den Gefilden seiner Jugend wieder in Einklang mit der Natur und seinem Leben zu kommen. Dabei stößt er auf ein Krakenweibchen mit dem er sich anfreundet. Diese Begegnung wird ihn dramatisch prägen. Sieben Jahre ist er fast täglich, auch mit der Kamera, im Kontakt mit dem Oktopus, und es baut sich ein scheinbar vertrauliches Verhältnis zwischen beiden auf.

 

Am Samstag, 15. August, dokumentiert „Unsere große kleine Farm“ die Vision von Molly und John Chester. Sie wollen eine Farm gründen, die im Einklang mit der Natur arbeitet. Bis dahin leben sie mit ihrem Hund in einer Stadtwohnung. Es gelingt ihnen Geldgeber zu finden und übernehmen völlig unerfahren eine brach liegende Farm mit ruinierten Böden. Glücklicherweise finden sie einen fachkundigen Berater und Mentor, der ihnen hilft, die Farm mit Methoden aus der Permakultur ökologisch aufzubauen. Diese Entwicklung wird über sieben Jahre mit allen Höhen und Tiefen dokumentiert.

 

Am Samstag, 29. August, zeigt der Freundeskreis mit „Das Salz der Erde“ ein besonders ausgefallenes Portrait des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, der seit 40 Jahren auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Der Film zeigt Leben und Arbeit aus der Perspektive zweier Regisseure: der seines Sohnes Juliano Ribeiro Salgado, der seinen Vater in den vergangenen Jahren oft mit der Filmkamera begleitete, und der von Wim Wenders, Bewunderer von Salgados Fotokunst, selbst Fotograf und einer der großen Filmemacher unserer Zeit. Der Film wurde unter anderem in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury Un Certain Regard ausgezeichnet. (red)


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