

Neustadt. Ein halbes Jahrhundert nach ihrem gemeinsamen Dienstantritt kamen Ende Oktober 17 ehemalige Beamte des Bundesgrenzschutzes (BGS) in Neustadt zusammen, um Erinnerungen auszutauschen und auf ihre gemeinsame Zeit zurückzublicken. Anlass war das 50-jährige Jubiläum ihres Dienstantritts am 1. Oktober 1976.
Die Männer gehörten zum ersten Laufbahnlehrgang des BGS nach „Neuem Recht“, der damals am Standort „Falkenfeld“ in der Schwartauer Landstraße in Lübeck begann. Bereits seit den 1990er-Jahren treffen sich die ehemaligen Kollegen alle fünf Jahre, um den Kontakt untereinander aufrechtzuerhalten.
Ab dem zweiten Ausbildungsjahr bildeten 26 Beamte den ersten Luftlandejägerzug der Küstenjägerhundertschaft in Neustadt. Nach Abschluss ihrer Ausbildung im März 1979 in Bredstedt wurden sie zum ersten Luftlandeeinsatzzug der Küsteneinsatzhundertschaft. „Wir waren eine spezielle Einheit und waren oft überregional im Einsatz“, erinnerte sich Gerhard Mews, der das Jubiläumstreffen organisierte. Zu den Aufgaben gehörten unter anderem die Grenzüberwachung im Rahmen der Terrorismusbekämpfung, Fahndungen sowie Einsätze bei Großdemonstrationen. So waren die Beamten beispielsweise bei Protesten gegen die Startbahn West in Frankfurt, in Wackersdorf, Brokdorf und Gorleben im Einsatz. Auch die Absicherung von Staatsbesuchen und Kontrollen an Flughäfen gehörten zu ihrem Aufgabenbereich. Im Zuge der späteren Umstrukturierungen des Bundesgrenzschutzes beziehungsweise der Bundespolizei und der Schließung einzelner Standorte trennten sich die beruflichen Wege der Kollegen. Einige wechselten innerhalb der Bundespolizei in andere Aufgabenbereiche, andere in die Verwaltung oder zu den Landespolizeien. Trotz der räumlichen Entfernung blieb der persönliche Kontakt über die Jahrzehnte bestehen. Mittlerweile leben alle ehemaligen Kollegen wieder in Schleswig-Holstein. Unterstützt wurde das Jubiläumstreffen von der Bundespolizeiinspektion See Neustadt. Nach vielen Gesprächen und gemeinsamen Erinnerungen klang das Wiedersehen bei einem Abendessen aus. (red)




