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"Drei Frauen in der Ukraine" - Filmvorführung und Gespräch in der Kirche

Bild: hfr

Schönwalde. Am Sonntag, dem 22. Februar um 18 Uhr zeigt die Kirchengemeinde Schönwalde den Film „Drei Frauen“ von Maksym Melnyk in der Schönwalder Kirche. Der junge ukrainisches Filmregisseur hat diesen Film 2022 als Masterarbeit an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam eingereicht und dafür mehrere Auszeichnungen erhalten; er wird in Schönwalde selbst anwesend sein. Der Film porträtiert einen unbekannten Ort mitten in Europa, an dem die Menschen sich täglich zwischen Weggehen und Bleiben entscheiden müssen. In den Karpaten, im Länderdreieck von Ukraine, Slowakei und Polen liegt das Dorf Stuzhytsia. Auf Ukrainisch bedeutet der Name des Dorfes so viel wie „kalter Ort“. Der Film erzählt die Geschichten von drei Frauen: der Bäuerin Hanna, der Postbotin Maria und der Biologin Nelya. Sie müssen mit der sozialen Realität und der Einsamkeit des abgelegenen Ortes in grandioser Landschaft zurechtkommen. Je kälter der Karpatenwinter wird, desto mehr menschliche Wärme findet das Filmteam. In einer winzigen Küche teilt Hanna ihre Einsamkeit mit den Filmemachern, die sie an ihre verstorbenen Söhne erinnern. Im Postamt des Dorfes hat die Postbotin Maria weder Briefmarken noch eine Heizung, aber die Kunden werden mit Schnaps und Liedern gewärmt. Irgendwo in den Wäldern und Höhlen sucht die Biologin Nelya nach Tierkot, der für ihre Forschungsarbeit ein Schatz ist.

 

Der Freundeskreis Pfarrhof Schönwalde zeigt diesen Film anlässlich des bevorstehenden vierten Jahrestages des russischen Überfalls auf die Ukraine. Das Leben der einfachen Bevölkerung auf dem Lande, das schon zu Friedenszeiten hart genug war, wird in dem Film mit viel Liebe und Menschenfreundlichkeit porträtiert. Die Bilder aus der friedlichen Berglandschaft stehen in hartem Kontrast zu den Bildern von Krieg und Zerstörung in der Ukraine, die uns täglich über die Medien erreichen. Besucher des Films haben die Gelegenheit, vor dem Film in dem Schönwalder Gedenkort für die Opfer von Krieg und Gewalt als Zeichen der Solidarität eine Kerze zu entzünden. Der Eintritt zu der Filmvorführung ist frei. Es werden auf Wunsch von Maksym Melnyk Spenden zugunsten einer Suppenküche in der Ukraine erbeten. (red)


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