

Grömitz. Eine rundum harmonische und gut gelaunte Jahreshauptversammlung hielt am vergangenen Freitagabend die Freiwillige Feuerwehr Grömitz in ihrem Feuerwehrgerätehaus ab. Ortswehrführer Jacob Revenstorf begrüßte neben zahlreichen Gästen aus Gesellschaft, Politik und Verwaltung 42 der insgesamt 53 aktiven Feuerwehrleute der Wehr.
Bürgermeister Sebastian Rieke richtete einen großen Dank an diese aktiven Kameradinnen und Kameraden und freute sich, dass die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt in der Grömitzer Wehr so gut funktioniere. Im Hinblick auf das Dauerthema „Neubau Feuerwehrgerätehaus“ konnte er noch immer keine guten Neuigkeiten überbringen. Finanzielle Mittel wurden bereits in 2022 in den Haushalt eingestellt, der Baubeginn sollte 2024 stattfinden und das Bauende war für 2026 angesetzt. Alles verzögerte sich jedoch immer wieder. „Wenn die Archäologen jetzt an dem Standort keine alten Siedlungen entdecken, müssen wir nur noch das Geld finden, dann könnte es losgehen“, berichtete der Bürgermeister.
In weiteren Grußworten kamen unter anderem die Gemeindewehr, Verwaltung, Tourismus-Service und die Polizei zu Wort, die allesamt das große Engagement und die die gute Arbeit der Grömitzer Wehr lobten.
Eine Aarbeit, die es in sich hat, denn in 2025 wurden die 53 aktiven Kameradinnen und Kameraden insgesamt zu 160 Einsätzen gerufen. Außerdem kamen Übungsdienste, Fahrtraining, Einsatzübungen und vieles mehr dazu, sodass die Freiwillige Feuerwehr auf über 7.500 Arbeitsstunden im Jahr 2025 zurückschauen kann. „Hinzu kommen Tätigkeiten in und am Gerätehaus sowie Sitzungen von Arbeitsgruppen für Fahrzeugbeschaffungen oder die Planung unseres neuen Gerätehauses“, zählte Jacob Revenstorf in seinem Jahresbericht auf. „Das Ehrenamt Feuerwehr lässt sich nicht auf die bloße Anzahl geleisteter Dienststunden reduzieren. Es lebt vom Einsatz und Engagement jedes einzelnen Mitgliedes unserer Feuerwehr“, betonte Revenstorf, der zudem lobende Worte für die Verwaltung im Hinblick auf die zeitgemäße und moderne Ausstattung fand: „Wir sind technisch so gut ausgestattet, wie noch nie zuvor in unserer Geschichte. Nicht nur deswegen ist die Feuerwehr Grömitz ein echtes Aushängeschild für die Gemeinde“, dankte der Ortswehrführer.
Der Altersdurchschnitt der aktiven Abteilung lag zum Jahreswechsel bei 37 Jahren. Der Anteil weiblicher Mitglieder lag bei fast 25 Prozent.
Erfreulich sei außerdem die Entwicklung der Nachwuchsarbeit. Die Jugendfeuerwehr zählt derzeit 36 Jugendliche. Zum 31. Dezember 2025 waren es noch 45 Mitglieder (26 Jungen und 19 Mädchen), womit die Jugendwehr Grömitz die größte Jugendwehr des Kreises Ostholstein sei, berichtete Jugendwart Kai Gnepper stolz. Die Mitglieder blicken auf etliche Dienste, Ausflüge, Aktionen und Veranstaltungen zurück. Und auch die Kinderfeuerwehr ist mit 20 Kindern sehr gut aufgestellt. Hier werden im Laufe des Jahres elf Kinder in die Jugendfeuerwehr wechseln. (gm)
Ehrungen und Beförderungen
Eine besondere Ehrung erhielt Carsten Stahl. Ihm wurde für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst das Dienstabzeichen 40 Jahre und das Brandschutz-Ehrenzeichen in Gold überreicht. Bereits für 60 Jahre wurde Anton Fick und für 40 Jahre wurde Hans Siegler ausgezeichnet. Zur Löschmeisterin befördert wurde Julia Meyer. Hauptfeuerwehrmann 3 Sterne wurde Alan Franke und Ekber Öker ist nun Hauptfeuerwehrmann. Neu in die Wehr aufgenommen wurde Sebastian Ehrhart.
Wahlen
Bei den Wahlen gab es drei Wiederwahlen. Kassenwart bleibt Stefan Sohrweide, Schriftwart ist auch weiterhin Sven Sindt und Maschinist HLF 10 bleibt Jan Gutowsky. Zum neuen Kassenprüfer wählten die Anwesenden Tino Steffen.




