

Ostholstein. Unter dem Motto „Demokratie braucht viele Stimmen“ machen journalistische Medien noch bis zum 19. September gemeinsam auf die Bedeutung professioneller Berichterstattung für eine demokratische Öffentlichkeit aufmerksam. Erstmals beteiligen sich Medien unterschiedlicher Gattungen und Geschäftsmodelle gemeinsam an einer solchen bundesweiten Initiative. Die Aktionswoche findet rund um den Internationalen Tag der Demokratie am 15. September statt.
Beteiligt sind Zeitungen, Zeitschriften und kostenlose Wochenzeitungen ebenso wie private und öffentlich-rechtliche Medienanbieter. Getragen wird die Initiative von einem breiten Bündnis journalistischer Medien und Verbände, darunter der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), der Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen (BVDA), ARD und ZDF sowie verschiedene Verbände privater Medien.
Als Mitglied des BVDA und Teil dieses bundesweiten Netzwerks haben auch wir vom reporter uns mit der Frage beschäftigt, welche Bedeutung verlässliche Informationen für die öffentliche Meinungsbildung haben.
„Unsere Redaktion arbeitet nach journalistischen Qualitätsstandards und hält sich an den Pressekodex. Sie recherchiert, überprüft und ordnet Informationen ein. Wir verstehen uns daher als verlässliche Informationsquelle aus der Region, für die Region“, erklärt Geschäftsführer Sven Muchow. Seit 44 Jahren versorgt der reporter Neustadt die Menschen in der Lübecker Bucht zwischen Dahme und Scharbeutz sowie dem Hinterland mit lokalen Nachrichten. Es kommt nicht selten vor, dass die reporter-Redakteurinnen und -Redakteure als einzige Pressevertreter vor Ort sind. Gemeindevertretungen, Einweihungen neuer Feuerwehrgerätehäuser, Vogelschießen, Neuigkeiten aus dem Verein oder Veranstaltungen verschiedenster Institutionen, all das sind Themen, die der reporter bedient. „Wir schaffen Öffentlichkeit und Sichtbarkeit dort, wo es sonst keiner tut“, so Sven Muchow. Damit bietet der reporter Vereinen, Verbänden und Institutionen eine Plattform, ihre Inhalte zu platzieren und schafft zum Beispiel in Bezug auf kommunalpolitische Themen einen Raum für öffentlichen Diskurs. Mit Formaten wie „kurz nachgefragt“ möchte der reporter für Aufklärung über kontrovers diskutierte Aspekte sorgen und bei der Meinungsbildung unterstützen, ohne eine Richtung vorzugeben. Durch Ankündigungen von Veranstaltungen, die für demokratische Grundwerte stehen, wie beispielsweise den Weltkindertag in Neustadt oder Ausstellungen zum Thema, verstärkt der reporter die Lautstärke für demokratierelevante Aspekte.
Um zu verdeutlichen, welche Bedeutung der reporter für die Demokratie hat, laden wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, herzlich ein, an einem Gedankenexperiment teilzunehmen. Stellen Sie sich doch einmal die Frage: Woher bekomme ich Informationen aus der Region, in einer Welt ohne reporter?
Vermutlich lautet die Antwort: Im Internet. Hier verbreiten sich Inhalte in großer Menge und immer rasanter, häufig ungeprüft und mittlerweile auch durch künstliche Intelligenz erstellt, sodass es für viele Menschen zunehmend schwerer wird zu erkennen, welchen Aussagen, Texten oder Bildern sie vertrauen können.
Wenn Sie in einem Verein, Verband, einer Institution oder gemeinnützig tätig sind, fragen Sie sich einmal: Wo erzähle ich meine Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise, wenn es den reporter nicht gäbe?
Vermutlich lautet die Antwort: Auf den eigenen Kanälen, wie den amerikanischen Plattformen Instagram oder Facebook. Diese entscheiden allerdings eigenmächtig, wie „groß“ welches Thema ausgespielt wird, da die geposteten Inhalte einem Algorithmus unterliegen. Auch hängt die Reichweite von der Zahl der Interaktionen ab, was es schwerer macht, Menschen außerhalb der eigenen „Filterblase“ zu erreichen.
Der reporter erreicht knapp 50.000 Menschen pro Ausgabe. Zusätzlich gibt es auf der Internetseite www.der-reporter.de ein kostenloses E-Paper sowie Artikel mit teilweise zusätzlichem Bildmaterial, Videos und Hintergrundinformationen. Zur reporter Medienwelt gehören außerdem unsere reichweitenstarken Social-Media-Kanäle und ein Newsletter. „Natürlich ist der reporter auf diese Reichweite stolz, gleichzeitig bedeutet sie aber auch Teilhabe. Wir sprechen alle Menschen aus unserem Verteilungsgebiet gleichermaßen an und lassen niemanden aus. Nicht der Algorithmus, sondern die Menschen selbst entscheiden, welche Inhalte sie lesen möchten“, erklärt Sven Muchow.
Um einen reporter zu produzieren, sind allein im Verlagshaus in der Hochtorstraße 19 in Neustadt 26 Menschen beschäftigt, die dafür sorgen, dass immer mittwochs und samstags eine Printzeitung mit Nachrichten, Anzeigen und Veranstaltungshinweisen aus der Region erscheint. Hinzukommen 26 Fahrer, die das Endprodukt ausfahren und an die 240 reporter-Verteiler weitergeben. „Hinter jedem Glied in dieser Kette steckt ein Mensch und das macht den reporter aus“, weiß Sven Muchow. (ko)




