

Oldenburg in Holstein. Zufrieden blickten die Prüfungsausschussmitglieder und der Vorstand der Kraftfahrzeug-Innung Oldenburg auf ihre „noch“ Auszubildenden im Saal des Oldenburger Schützenhofes, wo Innungsobermeister Björn Bigga neben den Hauptakteuren, den Freizusprechenden, deren Familienangehörige und Freunde, zahlreiche Vertreter der Ausbildungsbetriebe und des dualen Schulbetriebes, sowie Ehrengäste wie Festredner Karsten Alwast zur Freisprechungsfeier begrüßte. Zufrieden deshalb, weil von allen Auszubildenden die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf „Kraftfahrzeugmechatroniker“ erfolgreich abgelegt worden war.
Die Freisprechung nahm ihren Verlauf mit dem Öffnen der traditionsbehafteten Lade aus dem Jahre 1921, die entsprechend ehrenvoll von den Freizusprechenden Lenz Aron Kristof und Lasse Kock geöffnet wurde. Hauptredner Karsten Alwast gratulierte den erfolgreichen Prüflingen mit den Worten: „Heute ist ein Tag, der Ihnen gehört. Genießen Sie ihn und Ihren Erfolg. Vollzogen ist nun der Übergang vom Lernen zum Können, von der Anleitung zur eigenen Verantwortung sowie vom Auszubildenden zur Fachkraft.“ Er fasste die zurückliegenden dreieinhalb Jahre zusammen und betonte, dass die angehenden Junggesellinnen und Junggesellen in einem Schlüsselhandwerk der Gesellschaft tätig sind. „Mobilität und Fahrzeugtechnik verändern sich rasanter als je zuvor“, so Alwast. Zugleich stellte Karsten Alwast heraus, dass der Kreis Ostholstein als Schulträger der Beruflichen Schule in Oldenburg sowie den Außenstellen mit modernen Lehrmitteln eine anspruchsvolle Ausbildung unterstützt. Vernetzte Fahrzeuge, E-Mobilität und viel Hightech seien einige der Herausforderungen, die das Berufsbild prägten und einen Beruf mit Zukunft abbildeten, äußerte sich Karsten Alwast abschließend.
Klassenlehrer Helmut Grimmig entließ seine Schüler mit Dankesworten für eine gemeinsame Zeit, während derer sich nicht nur die Lehrer an die Marotten der Auszubildenden gewöhnten, sondern auch umgekehrt die Auszubildenden die Eigenarten der Lehrkräfte akzeptierten. „Die Klasse zeigte, wie bunt das Leben sein kann“, resümierte Helmut Grimmig und ordnete den Jahrgang ein wenig als Spiegel der Weltsituation ein - offen für unterschiedlichste Nationalitäten und Migrationshintergründe.
Auch Ex-Klassenlehrer Heiko Flüh freute sich, dass der gesamte Jahrgang erfolgreich nach 1.278 Tagen Marathon, also keineswegs einer kurzen Etappe, mit bestandener Abschlussprüfung feiern kann. Damit sei das Ticket in eine fundierte berufliche Zukunft als Fachkraft sowie mit entsprechender Fortbildung als Meister, Ingenieur und anderem gelöst.
Für die ehemaligen Auszubildenden hatte Lenz Aron Kristof einen kurzen Rückblick vorbereitet, verbunden mit Dank an alle, die zum Prüfungserfolg beigetragen hatten. Und obgleich die von der Band Glenfiddle musikalisch begleitete Freisprechung harmonisch anmutete, alle Jungeselinnen und Junggesellen bei Entgegennahme ihrer Zeugnisse und Gesellenbriefe um die Wette strahlten, kam auch der Jahrgang um das Ladegericht, bei dem Vergehen und unschickliches Benehmen geahndet werden, nicht herum. Zur Strafe musste unter den Anwesenden zugunsten des Fördervereins der Beruflichen Schule Spenden gesammelt werden. Auf diesem Wege kamen zugunsten der Kfz-Abteilung der Schule 484,42 Euro zusammen, die seitens der Innung auf runde 600 Euro aufgestockt wurden.
Der Jahrgang war der erste Jahrgang, der die Theorie-Prüfung der Gesellenprüfung Teil 1 und 2 rein digital ablegte.
Erfolgreich bestanden haben: Maximilian Bähnk (Autohaus Heinrich Berg, Oldenburg), Reza Bayat (Autohaus Heinrich Berg, Oldenburg), Sandro Gilardoni (Autohaus Lange, Oldenburg), Florian Kaiser (Autohaus Lange, Neustadt), Niclas Kaul (Gollan Service, Beusloe), Lasse Kock (ASR Autoservice Rönnpage, Oldenburg), Fynn Joel Kohls (Kfz-Betrieb This Westphal, Heringsdorf), Lenz Aron Kristof (Autohaus Lange, Oldenburg), Johannes Krohn (Autohaus Lange, Oldenburg), Serge Manternach (Autohaus Herzog, Neustadt), Rene Pascal Nissen (Kfz-Betrieb Mario Lens, Heiligenhafen), Max Sievers (Motor Team Ralf Schwerin, Oldenburg), Fabius Störtenbecker (Kfz-Betrieb Salchow, Fehmarn), Palina Tsentsiavitskaya (Autohaus Heinrich Berg, Oldenburg), Julian Walk (Kfz-Betrieb Michael Kuhlmann, Gremersdorf) und Maurice Wiebers (Autohaus Heinrich Berg, Oldenburg). (red)


