Ines Rosenow
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Grömitz startet mit dem ZVO Projekt zur kommunalen Wärmeplanung

(Symbolfoto)

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Bild: Adobe Stock

Grömitz. Die Verwaltungsgemeinschaft Grömitz mit ihren Gemeinden Grömitz, Dahme, Grube und Kellenhusen startet zusammen mit dem ZVO und der BBH Consulting AG ihre kommunale Wärmeplanung. Ziel ist die Erstellung eines umfassenden Wärme- und Kälteplans gemäß den Anforderungen des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes Schleswig-Holstein (EWKG-SH), das konkrete Handlungsoptionen und einen realistischen Umsetzungsfahrplan für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung aufzeigt.

 

Analysen und Zielsetzungen

Im Rahmen des Projekts wird zunächst eine detaillierte Analyse der aktuellen Wärmeversorgungssituation der Gemeinden Grömitz, Dahme, Grube und Kellenhusen durchgeführt. Dabei werden sowohl der heutige als auch der zukünftige Wärmebedarf ermittelt sowie die Potenziale erneuerbarer Wärmequellen wie zum Beispiel Photovoltaik, Windenergie, Solarthermie, Abwärme oder Umweltwärme und Geothermie systematisch bewertet. Auf dieser Grundlage werden Eignungsgebiete für leitungsgebundene Wärmeversorgung (Wärmenetze) identifiziert und Gebiete benannt, in denen dezentrale Lösungen wie beispielsweise Wärmepumpen die geeignete Wahl sind.

Abschließend werden konkrete Maßnahmen und Umsetzungsstrategien erarbeitet, die im finalen Wärmeplan dokumentiert werden. Dabei werden auch lokale Akteure wie Industrie- und Gewerbekunden, Energieversorger, Handwerksbetriebe und Gebäudeeigentümer in den Prozess eingebunden.

„Die Wärmewende ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit und sie beginnt vor Ort, in unseren Straßen, Betrieben und Wohnhäusern. Mit der kommunalen Wärmeplanung schaffen wir für unsere Verwaltungsgemeinschaft eine verlässliche Grundlage, auf der sich Entscheidungen für die Zukunft treffen lassen. Ich freue mich, dass wir diesen wichtigen Schritt jetzt gemeinsam mit dem ZVO gehen“, betont Sebastian Rieke, Bürgermeister der Gemeinde Grömitz.

„Vier Gemeinden - von dem Ostseebad Grömitz bis hin zu den ebenfalls touristisch geprägten Ostseebädern Dahme und Kellenhusen sowie dem Erholungsort Grube. Genau diese Vielfalt macht die Wärmeplanung spannend und erfordert maßgeschneiderte Lösungen statt Einheitskonzepte“, so Silke Steen, Projektleiterin Kommunale Wärmeplanung bei der ZVO Energie.

 

Erste Schritte in Richtung Treibhausgasneutralität

Wärme ist der größte Energieverbrauchssektor in Deutschland, denn rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs entfällt auf das Heizen von Gebäuden und die Bereitstellung von Warmwasser. Gleichzeitig stammt der überwiegende Teil dieser Wärme noch immer aus fossilen Energieträgern wie Erdgas und Erdöl. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, ist hier ein Umdenken und ein Wandel zur Dekarbonisierung erforderlich.

Mit dem seit dem 1. Januar 2024 bundesweit geltenden Wärmeplanungsgesetz (WPG) hat der Gesetzgeber die Grundlage geschaffen, die Wärmewende vor Ort planbar und steuerbar zu machen. Das Gesetz verpflichtet Städte und Gemeinden, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Eine strategische Bestandsaufnahme und Zukunftsplanung, die zeigt, wie die Wärmeversorgung vor Ort langfristig treibhausgasneutral gesichert werden kann. In Schleswig-Holstein ist mit dem EWKG-SH vorgesehen, die Treibhausgasneutralität bereits bis 2040 zu erreichen. Das sind fünf Jahre früher als auf Bundesebene.

Die kommunale Wärmeplanung schafft damit die Planungsgrundlage für Bürgerinnen und Bürger, Gebäudeeigentümer, Unternehmen und Kommunen: Sie zeigt auf, welche Wärmeversorgungsoptionen in welchen Gebieten sinnvoll und realisierbar sind - von Wärmenetzen und Wärmepumpen bis hin zu Solarthermie und Gebäudesanierung. (red)


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