

Grube. Auf dem Gruber Seefest am Samstag, dem 4. Juli können sich alle Besucher auf eine ganz besondere Fotoausstellung freuen. In der Festscheune sind Motive von „Fotokünstlern“ zu sehen, die zum einen das schöne Grube widerspiegeln und zum anderen auch mit kritischen Motiven auf den Erhalt der intakten Natur hinweisen.
Im Frühjahr 2026 hat der Tourismus Service Grube einen Aufruf gestartet und Fotokünstler gesucht, die zu beiden Themen ihre Fotos einreichen sollten. Mit dieser Aktion möchte der liebliche Ferienort Grube - mit viel Natur, Kultur, Strand und Meer - mehr Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit unserem schönen Urlaubsort schaffen. Gesucht wurde ein sogenanntes „Doppelpack“ aus zwei Fotografien.
„Wir haben so interessante Einreichungen von ganz besonderen und auch bizarren Motiven erhalten, die das schöne Grube widerspiegeln - aber auch kritische Fotos, die aufzeigen, dass wir auf unsere intakte Urlaubsregion achten müssen“, sagt Susanne Hasenbeck, Tourismusleiterin in Grube. „Die schönsten Motive finden sich im Gruber Fotokalender 2027 wieder.“
Grube engagiert sich schon lange für den Umweltschutz und nimmt jedes Jahr an der Aktion „Unser sauberes Schleswig-Holstein“ teil. Am Rosenfelder Strand gibt es außerdem einen XXL-Mülleimer, den die Gemeinde dort aufgestellt hat, damit jeder Gast den dort am Strand gefundenen Meeresmüll hineinwerfen kann.
Aus den ausgewählten Motiven ist ein wunderschöner Kalender entstanden. In der Ausstellung zum Gruber Seefest am 4. Juli werden die schönen und die kritischen Fotos der Öffentlichkeit präsentiert.
Zum Hintergrund: Die ostholsteinische Gemeinde Grube, von Einheimischen liebevoll „Kulturgrube“ genannt, steht seit jeher für Kunst, Inspiration und kulturelle Vielfalt. Eingebettet in die reizvolle Landschaft nahe der Ostsee hat sich der Ort über Generationen hinweg zu einem Treffpunkt für Künstler, Schriftsteller und Kreative entwickelt. Schon bedeutende Persönlichkeiten wie Edvard Munch und Theodor Storm fanden hier Anregungen für ihr Schaffen. Diese künstlerische Tradition sowie die hochwertigen Konzerte, unter anderem in der schönen alten St. Jürgen-Kirche, prägen Grube bis heute und machen den Ort zu einem besonderen kulturellen Geheimtipp fernab des Massentourismus.
Neben Musik und Literatur spielt auch die bildende Kunst eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Gemeinde. Regionale Künstler wie Claus Schuldt (1877-1963) oder Paul Paustian (1945-2020) haben das Bild Grubes über Jahrzehnte hinweg mitgestaltet und die besondere Atmosphäre des Ortes in ihren Werken festgehalten. Diese Verbindung von Natur, Geschichte und Kreativität ist bis heute spürbar und wird aktiv weitergeführt.
So ist diese Fotoaktion ein weiterer Beitrag der „Kulturgrube“, um auch auf die Künstler und Fotografen Ostholsteins aufmerksam zu machen und die künstlerische Vielfalt Schleswig-Holsteins zu fördern.
„Kunst fällt auf, indem sie den Betrachter aus dem Alltagstrott reißt und unkonventionelle Perspektiven aufwirft. Ob durch schöne oder provokante Motive - Kunst regt zum Nachdenken an, fordert bestehende Normen heraus oder löst intensive Emotionen aus. Und das erlebt man bei unserer besonderen Fotokunstausstellung zum Gruber Seefest auf dem Paasch-Eyler-Platz“, so Kulturwissenschaftlerin Susanne Hasenbeck. (red)




