

Neustadt in Holstein/Lübeck. Ein festlicher Abend in der Handwerkskammer Lübeck wurde für Frida Seemann und Michel Storm zu einem ganz besonderen Moment: Die beiden 14-Jährigen vom TSV Neustadt Leichtathletik wurden am Montag von der Rotary-Stiftung Lübeck als „heimliche Helden“ ausgezeichnet und nahmen den 3. Preis entgegen.
Die Stiftung hatte gezielt nach jungen Menschen gesucht, die sich mit außergewöhnlichem Einsatz ehrenamtlich engagieren. Aus Sicht der Jury verkörpern Frida und Michel genau das: Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit und eine beeindruckende Selbstständigkeit - und das in einem Alter, in dem andere noch zögern, Verantwortung zu übernehmen.
Seit ihrer frühen Kindheit sind beide selbst in der Leichtathletik aktiv. Doch damit nicht genug: Seit mehreren Jahren engagieren sie sich zusätzlich in der Kinderleichtathletik des TSV Neustadt. Woche für Woche - immer dienstags - schlüpfen sie in ihre Leichtathletik-Shirts und übernehmen Verantwortung für die Jüngsten im Verein.
Was dabei besonders auffällt: Frida und Michel agieren nicht nur als Helfer, sondern als feste Stützen im Trainingsbetrieb. Sie organisieren Abläufe, betreuen Gruppen und behalten auch in lebhaften Trainingssituationen den Überblick. Bereits mit 13 Jahren ließen sich beide zu Jugendleiterassistenten ausbilden - ein Schritt, der ihre Rolle im Verein weiter gefestigt hat.
Für die Jury war genau das entscheidend: Zwei Jugendliche, die sich nicht nur punktuell einbringen, sondern über Jahre hinweg kontinuierlich Verantwortung übernehmen. Die zuverlässig sind, mitdenken und dabei stets die Bedürfnisse der Kinder im Blick haben. Im Trainingsalltag sind sie wichtige Bezugspersonen - für viele Kinder sogar echte Vorbilder. „Es ist beeindruckend, mit wie viel Engagement beide schon in jungen Jahren gesellschaftliche Verantwortung übernehmen“, lautete ein zentrales Urteil.
Mit der Nominierung begann für Frida und Michel eine spannende Phase: Sie stellten sich einer Jury vor und wurden bei einem Training von einer Filmemacherin begleitet. Dass sie am Ende zu den Preisträgern zählen würden, kam für beide überraschend. Umso größer war die Freude bei der Preisverleihung am Montagabend. In feierlichem Rahmen wurde ihr Einsatz gewürdigt - und damit auch ein Stück gelebtes Ehrenamt im Sport sichtbar gemacht. (red)




