

Roge. Es sind zwar nur 230 Meter, doch für die Gemeinde Sierksdorf ist der neue Geh- und Radweg entlang der Kreisstraße 61 in Roge ein wichtiger Baustein für die Zukunft. Mit einer Förderung in Höhe von 203.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“ kann das Projekt nun umgesetzt werden. Den Förderbescheid überreichte Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel am vergangenen Mittwoch an Sierksdorfs Bürgermeister Carsten Bruhn.
„Ohne die finanzielle Hilfe wäre das Projekt für uns nicht realisierbar gewesen“, machte Bruhn deutlich. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 275.000 Euro. Dass zwischen Antragstellung am 15. März und der Bewilligung Anfang Juli nur wenige Monate lagen, überraschte selbst den Bürgermeister: „Das ging schnell.“
Der Bau hat bereits begonnen, die Fertigstellung ist für Oktober 2026 vorgesehen. Der neue Geh- und Radweg wird 2,50 Meter breit und führt entlang des neuen Feuerwehrgerätehauses.
Für Bruhn ist der neue Weg weit mehr als ein kurzer Radweg. „Er ist ein erster kleiner Mosaikstein“, sagte er. Vor allem bringe er mehr Sicherheit für Kinder auf ihrem Schulweg. Gleichzeitig sei er der Auftakt für eine durchgehende Radwegeverbindung zwischen Sierksdorf, Roge, Bujendorf und Neustadt. Perspektivisch soll der Radweg bis zum Kreisverkehr in Neustadt verlängert werden und später Anschluss an die bestehende Verbindung Richtung Eutin sowie an den Ostseeküstenradweg erhalten.
Mit Blick auf die künftige Hinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung betonte Bruhn: „Es ist wichtig, dass über die geplante neue Brücke auch ein Radweg führt.“ Nur so könne langfristig ein lückenloses Radwegenetz entstehen.
Auch Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende. „Unser Ziel ist es, dass Menschen gerade auf kürzeren Strecken häufiger das Fahrrad nutzen. Dafür brauchen wir sichere und gut ausgebaute Wege“, sagte sie. Von solchen Investitionen profitierten nicht nur Einheimische, sondern auch der Tourismus. Die Fördermittel seien deshalb „in vielen kleinen Maßnahmen gut aufgehoben“.
Das Vorhaben in Roge gehört zu insgesamt 242 Projekten, die in Schleswig-Holstein mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“ unterstützt werden. Landesweit sind dadurch bereits etwas mehr als 100 Kilometer Geh- und Radwege als Anbindungen entstanden. Für Schleswig-Holstein stehen bis 2030 rund 95,2 Millionen Euro zur Verfügung, um die Radverkehrsinfrastruktur weiter auszubauen. Kofinanziert werden unter anderem der Neu- und Ausbau von Radwegen, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder oder Fahrrad-Servicestationen. (mg)




