Kristina Kolbe

Manhagen: Scheune brannte vollständig nieder

Manhagen. Am heutigen frühen Morgen gegen 5 Uhr sorgte ein Großalarm für die Feuerwehren in der Gemeinde Lensahn für Aufregung. Im Ortskern von Manhagen stand eine etwa 450 Quadratmeter große Scheune im Vollbrand. Die circa 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr verhinderten eine Ausbreitung auf das Wohnhaus. Verletzt wurde bei dem Feuer in der Dorfstraße in Manhagen niemand. Die Kriminalpolizei hat noch während des Einsatzes die Ermittlungen aufgenommen.
 
Eigentlich wollte Michael Ritter sich auf den Weg zur Arbeit machen, doch als er aus dem Küchenfenster schaute, sah er Flammen im Inneren der Scheune. „Kurze Zeit später gab es einen lauten Knall und die Scheune stand im Vollbrand. Es ging wahnsinnig schnell“, erzählt er.
 
Als die Feuerwehr eintraf, war schnell zu erkennen, dass das Gebäude nicht zu retten war. „Wir haben dann die Alarmstufe erhöhen lassen, da wir eine massive Rauchentwicklung hatten“, erklärt Einsatzleiter und Gemeindewehrführer Klaus Seehase von der Feuerwehr Manhagen. Immer wieder hörte man kleinere Explosionen, die durch das Eternitdach oder gelagerte Gasflaschen ausgelöst wurden.
 
Ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Wohnhaus konnte durch das Eingreifen der Feuerwehr und den günstig stehenden Wind verhindert werden.
 
Zwei Drehleitern aus Lensahn und Grömitz unterstützten die Kräfte am Boden. Probleme gab es dann mit der Wasserversorgung. Der erste Teich war schnell leer und so musste aus circa 400 Metern Entfernung weiteres Löschwasser aus dem Dorfteich gepumpt werden. In der Scheune waren Baumaschinen, Hausrat, Möbel und Stroh gelagert. Auch eine Werkstatt befand sich darin. Um an die noch vorhandenen Glutnester heranzukommen, wurde ein Bagger vom THW angefordert, der die Scheune teilweise einriss.
 
Durch die starke Rauchentwicklung und das Abbrennen der Eternitplatten auf dem Scheunendach wurde der Warndienst NINA aktiviert. Anwohner wurden aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Eine Gefahrguteinheit aus Oldenburg führte Messungen am Einsatzort durch.
 
Über die Brandursache und Schadenshöhe ist noch nichts bekannt. Das Einsatzgebiet wurde weiträumig abgesperrt, sodass die Dorfstraße für die Einsatzkräfte frei war. (red)


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