

Neustadt. Bereits seit vielen Jahren schießt der Neustädter Klaus Fenske beim Königsschießen auf den Holzvogel und endlich hatte er neben einer ruhigen Hand und einem wachen Auge auch die notwendige Portion Glück auf seiner Seite. Um 19.09 Uhr war er es am vergangenen Samstagabend, der mit dem 574. Schuss den Vogel von der Stange holte. Zu den ersten Gratulanten gehörten seine acht Schützenbrüder, die mit ihm zum Königsschießen angetreten waren.
Der 65-jährige Bankkaufmann im Ruhestand ist seit 23 Jahren Mitglied der Neustädter Schützengilde im 2. Quartier und er wollte schon sehr lange König werden. „Er schießt bereits seit 17 Jahren mit und nie hat es geklappt“, berichtete seine Ehefrau Heidi Fenske im Gespräch mit dem reporter. Ihre Vermutung: „Eigentlich trinkt er immer hinterher einen Schnaps, heute hat er ihn vorher getrunken. Vielleicht hat das geholfen“.
Klaus und Heidi Fenske freuen sich nun auf ein glückliches und schönes Königsjahr mit vielen Feiern und Zeit in der Gemeinschaft.
Neues Konzept ist aufgegangen
In diesem Jahr hatte die Neustädter Schützengilde ihr Programm für das Königsschießen stark verändert. So fanden die internen Feierlichkeiten mit den geladenen Gästen bereits am Freitagnachmittag und -abend statt und der Festtag am Samstag war durchgehend für die Öffentlichkeit zugänglich. Vom Festumzug, an dem sich in diesem Jahr zahlreiche befreundete Vereine und Verbände beteiligten, über den Tag auf dem Schützengelände mit Spielen, Vorführungen und dem Königsschießen bis hin zur Schützenparty am Abend im großen Festzelt, waren alle herzlich eingeladen, dabei zu sein und mitzufeiern.
Vaterländische Rede
Ein Höhepunkt des Freitagabends war neben dem Gottedienst und dem Vogelrichten wie immer die Vaterländische Rede, die in diesem Jahr Hans-Erwin Jaekel gehalten hat.
Er mahnte angesichts der gesellschatlichen Entwicklung für mehr Zusammenhalt und warb darum „wieder mehr miteinander zu reden. Wieder mehr zuzuhören. Wieder mehr füreinander da zu sein. Denn vieles, was unsere Gesellschaft heute belastet, entsteht dort, wo Menschen sich nicht mehr gesehen fühlen.“ Gemeinschaft bedeute nicht, dass alle gleich denken müssten, aber dass man sich trotz unterschiedlicher Meinungen miteinander verbunden fühlt und sich mit Respekt begegnet, so Jaekel.
Die gesamte Vaterländische Rede von Hans-Erwin Jaekel kann online nachgelesen werden unter www.der-reporter.de.
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