Gesche Muchow

Ostholstein nimmt seine Radwege unter die Lupe

Ostholstein. Wo endet ein Radweg plötzlich? Welche Kreuzung ist für Radfahrer besonders unübersichtlich? Und wo gibt es vielleicht bereits Lösungen, die auch andernorts Vorbild sein könnten? Wer regelmäßig mit dem Fahrrad in Ostholstein unterwegs ist, kennt solche Stellen. Genau dieses Wissen möchte der Kreis jetzt nutzen und ruft Bürger, Schüler sowie Urlaubsgäste dazu auf, sich an einer Onlinebefragung zu beteiligen.
Hintergrund ist die Fortschreibung des kreisweiten Radverkehrskonzeptes. Ziel ist es, den Radverkehr in Ostholstein sicherer, komfortabler und attraktiver zu gestalten. Dabei sollen nicht allein Planungen und Daten eine Rolle spielen, sondern auch die Erfahrungen der Menschen, die das Radwegenetz tatsächlich nutzen.

„Wer im Alltag, in der Freizeit oder im Urlaub mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt die Stärken und Schwächen unserer Radwege am besten“, erklärt Landrat Timo Gaarz. Deshalb wolle der Kreis die Hinweise der Menschen vor Ort und der Gäste einbeziehen. Jede Rückmeldung könne dabei helfen, konkrete Verbesserungen zu entwickeln.

Gefahrenstellen direkt auf der Karte markieren
Besonders praktisch ist eine interaktive Karte, die Bestandteil der Befragung ist. Darauf können Radfahrer ganz konkret eintragen, wo aus ihrer Sicht etwas verbessert werden sollte. Markiert werden können beispielsweise fehlende Verbindungen im Radwegenetz, Gefahrenstellen und andere Mängel. Gleichzeitig können die Teilnehmer Verbesserungsvorschläge machen oder Orte kennzeichnen, an denen der Radverkehr bereits gut funktioniert.

Darüber hinaus möchte der Kreis erfahren, wie das Fahrrad im Alltag, in der Freizeit oder im Urlaub genutzt wird und wie die vorhandene Radverkehrsinfrastruktur eingeschätzt wird. Mitmachen können alle, die am Radverkehr in Ostholstein interessiert sind. Die Teilnahme erfolgt anonym und eine Registrierung ist nicht notwendig.

Zeit dafür bleibt bis zum 30. September. Die Ergebnisse sollen anschließend in die weitere Arbeit am Radverkehrskonzept einfließen und als Grundlage für konkrete Maßnahmen dienen.
Die Onlinebefragung ist über die Internetseite des Kreises Ostholstein erreichbar. Zusätzlich machen Plakate im Kreisgebiet auf die Aktion aufmerksam. Über einen darauf abgebildeten QR-Code gelangt man direkt zur Befragung. (red/gm)


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