Kristina Kolbe

Rettungsdienst in Ostholstein: Süsel bleibt Notarztstandort

(Foto: rdh)

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Süsel. Der Kreis Ostholstein will seine rettungsdienstliche Versorgung ausbauen und modernisieren. Für Süsel bedeutet die aktuelle Bedarfsplanung, dass der Ort weiterhin einer von vier bodengebundenen Notarztstandorten im Kreis bleibt. Zudem ist Süsel als Standort für eine zusätzliche Rettungswache vorgesehen. Weitere Rettungswachen sind unter anderem in Stockelsdorf und Fargemiel geplant beziehungsweise in Prüfung. Grundlage der Neuplanung ist die aktuelle rettungsdienstliche Bedarfsbemessung. Sie sieht zusätzliche Rettungsmittel, neue Standorte, telemedizinische Unterstützung und einen gezielteren Einsatz von Fachkräften vor. Berücksichtigt wurden dabei die Entwicklung des Einsatzgeschehens, demografische und gesellschaftliche Veränderungen sowie absehbare bundesrechtliche Rahmenbedingungen. „Wir investieren gezielt in eine starke und moderne Notfallversorgung. Mehr Rettungsmittel, neue Standorte und die Vernetzung unterschiedlicher medizinischer Kompetenzen erhöhen die Verfügbarkeit und schaffen ein belastbares System für die kommenden Jahre“, erklären Landrat Timo Gaarz und Christian Kraft, Vorstand der Rettungsdienst Holstein AöR. Die Planung beruhe auf Fachgutachten und wissenschaftlichen Analysen sowie der Zusammenarbeit von Rettungsdienst, externen Experten und Verwaltungsrat.

Eine größere Rolle sollen künftig auch Notfallsanitäter übernehmen. Ihre Ausbildung und Kompetenzen ermöglichen es nach Angaben der Rettungsdienst Holstein AöR, viele Patienten bereits am Einsatzort eigenständig zu versorgen. Notärzte sollen sich damit auf zeitkritische, komplexe und besonders schwere Einsätze konzentrieren können. Außerdem soll die Besatzung jedes Rettungswagens in Ostholstein bei Bedarf unmittelbar einen Telenotarzt hinzuziehen können.

„Unser Ziel ist ein Rettungsdienst, der nicht nur auf heutige Anforderungen reagiert, sondern auch für die Herausforderungen der kommenden Jahre gerüstet ist“, erklärt Michael Mallé, Leiter Rettungsdienst der rdh. Die Maßnahmen sollen mehr Kapazität mit neuen Versorgungsmöglichkeiten und einer stärkeren medizinischen Vernetzung verbinden. Gaarz setzt sich darüber hinaus für einen zweiten nachtflugfähigen Rettungshubschrauber in Ostholstein ein. Dieser würde nach seiner Einschätzung insbesondere den Norden des Kreises und Fehmarn besser absichern und zugleich bei Verkehrsbehinderungen und zeitkritischen Notfällen die Versorgung im gesamten Kreis stärken. (red)


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