Marco Gruemmer

Richtfest für neues Feuerwehrhaus in Roge gefeiert

Roge. Mit dem Richtfest hat die Gemeinde Sierksdorf einen wichtigen Meilenstein beim Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Roge erreicht. Zahlreiche Gäste aus Politik, Feuerwehr, des Amtes Ostholstein-Mitte und den beteiligten Unternehmen verfolgten die traditionelle Zeremonie am vergangenen Donnerstag auf der Baustelle. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für den Sommer 2027 geplant. Das Kostenvolumen liegt bei 2,8 Millionen Euro.

Der Neubau entsteht in Massivbauweise auf einem rund 2.500 Quadratmeter großen Grundstück im nordwestlichen Bereich von Roge an der Neustädter Straße. Die Erdarbeiten haben im Oktober 2025 begonnen, die Rohbauarbeiten folgten im März 2026. Auf einer Grundfläche von rund 560 Quadratmetern entsteht ein modernes Feuerwehrhaus mit einer Fahrzeughalle für drei Einsatzfahrzeuge, einem Schulungsraum, Aufenthaltsräumen, einer Küche sowie Umkleide- und Sanitärbereichen. Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr Roge/Sierksdorf erhält künftig eigene Räume. Ergänzt wird das neue Gebäude durch einen Waschplatz, der sowohl für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr als auch für gemeindliche Fahrzeuge genutzt werden kann.

Der Neubau ersetzt das bisherige Feuerwehrgerätehaus, das rund 40 Jahre alt ist. Das Gebäude war den Anforderungen einer modernen Feuerwehr längst nicht mehr gewachsen: Es war zu klein, ließ sich aufgrund seiner baulichen Gegebenheiten nicht erweitern und entsprach zudem nicht mehr den heutigen gesetzlichen Vorschriften. Eine zeitgemäße und funktionale Unterbringung der Feuerwehr war dort nicht mehr möglich.

In der Fahrzeughalle werden das Löschgruppenfahrzeug (LF 10) sowie der Mannschaftstransportwagen und ein Pkw mit acht Sitzplätzen, der weitestgehend für den Transport der Kinder und Jugendlichen genutzt wird, untergebracht.

Bürgermeister Carsten Bruhn erinnerte in seiner Ansprache daran, dass dem Bau eine lange Planungsphase vorausgegangen sei. Insbesondere die Standortfrage habe die Gemeindevertretung über längere Zeit intensiv beschäftigt. Mit der nun gefundenen Lösung sei jedoch eine wichtige Entscheidung für die Zukunft getroffen worden.

„Mit diesem Feuerwehrhaus investieren wir in die Sicherheit unserer gesamten Gemeinde“, betonte Bruhn. Die Anforderungen an die Feuerwehren würden kontinuierlich steigen, sowohl durch neue gesetzliche Vorgaben als auch durch die zunehmenden Herausforderungen infolge des Klimawandels und häufiger auftretender Extremwetterlagen. Umso wichtiger sei es, den Einsatzkräften zeitgemäße Arbeitsbedingungen zur Verfügung zu stellen.

Sein Dank galt allen am Bau Beteiligten, von den Planern über die Handwerksbetriebe bis hin zur Feuerwehr und den politischen Gremien, die das Projekt begleitet hatten.

Die Freiwillige Feuerwehr Roge verfügt derzeit über 32 aktive Mitglieder sowie fünf Mitglieder in der Ehrenabteilung. Eine wichtige Rolle spielt zudem die Kinder- und Jugendfeuerwehr Roge/Sierksdorf, deren Nachwuchsarbeit durch die neuen Räumlichkeiten künftig deutlich bessere Bedingungen erhält.

Mit dem Neubau schafft die Gemeinde die baulichen Voraussetzungen dafür, dass die Feuerwehr auch in den kommenden Jahrzehnten leistungsfähig bleibt und ihre Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutz zuverlässig erfüllen kann. (mg)


UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen