Kristina Kolbe

Uferwanderweg: Grüne rudern zurück, CDU befürchtet vergebliche Investition

Bild: Kristina Kolbe

Neustadt/Pelzerhaken. Eigentlich war die Entscheidung bereits gefallen: Der Uferwanderweg zwischen Neustadt und Pelzerhaken sollte aufgegeben werden, doch jetzt steht seine Wiederherstellung wieder zur Debatte (der reporter berichtete).

Bis zum Redaktionsschluss der letzten Ausgabe waren die Antworten der Parteien CDU und Bündnis 90/Die Grünen noch nicht bei uns eingegangen. Das haben diese nun nachgeholt. Dirk Vowe von der CDU erklärte, dass die angesetzten Kosten in Höhe von 250.000 Euro, von denen zum Zeitpunkt der Sitzung ausgegangen wurde, ausschlaggebend dafür waren, dass die Hauptausschussmitglieder der CDU geschlossen für die Aufgabe des Wanderweges gestimmt haben. Auch die Sorge um die Langlebigkeit des Weges spielte hier mit rein. „Das nächste starke Hochwasserereignis hätte die Investitionen wieder weggespült“, erklärte der Fraktionsvorsitzende.

Die Grünen bestätigten ebenfalls, dass die Vorlage mit den Kosten recht kurzfristig gekommen sei. „Zu diesem Zeitpunkt waren alle sehr darauf bedacht, den Haushalt nicht noch stärker zu belasten. Die damals angesetzten 250.000 Euro schienen allen Beteiligten als eine zu große Investition in einen Weg, der voraussichtlich wieder wegbrechen würde“, erklärte Mirko Stein von den Grünen in seinem Antwortschreiben. „Wir haben auf Grund der hohen angesetzten Kosten, der dazu prekären Haushaltslage und dem drohenden Schicksal des erneuten Abbruchs dagegen gestimmt“, so Stein weiter. Nach erneuter Beratung und unter Einbeziehung der aktuellen Wendungen, wie der gesunkenen Kosten auf 180.000 Euro, haben die Grünen ihre Position noch einmal überdacht. „Wir werden den Ausbau des Weges nun unterstützen, da wir der Ansicht sind, dass ein sowohl touristisch als auch anwohnerrelevanter Fußweg wichtig ist für eine klimaneutrale Anbindung zwischen unseren Stadtteilen und darüber hinaus“, erklärte Mirko Stein. Jedoch fordern die Grünen gleichzeitig, dass sich die Stadt dringend überlegen müsse, wie steigende Kosten und relevante Investitionen in Zukunft besser realisiert werden können, ohne jedes Mal darüber nachdenken zu müssen, wie der Haushalt das aushalten könne. „Neustadt braucht neue und kreative Einnahmequellen, über das Allheilmittel Gewerbegebiet hinaus“, so Stein abschließend. (red)


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