

Scharbeutz/Neustadt/Lensahn. Nach einem Polizeieinsatz auf der A1 am Samstagabend, 15. August, suchen Staatsanwaltschaft Lübeck und Polizeidirektion Lübeck weitere Zeugen. Ein 40 Jahre alter Mann aus Mecklenburg-Vorpommern war mit einem weißen Kia Kombi auf der A1 in Richtung Norden unterwegs und reagierte nach Angaben der Polizei nicht auf die Anhaltesignale mehrerer Funkstreifenwagen. Nach derzeitigem Sachstand soll sich der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Ab etwa 21.55 Uhr befuhr er die A1 vom Kreuz Hamburg-Ost in Richtung Norden.
Während der Fahrt soll er mehrere Spurwechsel mit überhöhter Geschwindigkeit durchgeführt und andere Verkehrsteilnehmer auf dem Standstreifen überholt haben. Auch soll er mehrere Funkstreifenwagen, die durch verlangsamte Fahrweise versucht hatten, ihn zum Anhalten zu bewegen, passiert haben. Im weiteren Verlauf touchierte er nach Angaben der Polizei den Pkw eines unbeteiligten Verkehrsteilnehmers. Gegen 22.40 Uhr konnte die Polizei die Fahrt nach dem Einsatz eines Stoppsticks und weiteren Anhaltemanövern zwischen den Anschlussstellen Neustadt-Pelzerhaken und Lensahn stoppen. Dabei wurden der Kia und zwei Funkstreifenwagen beschädigt. Einsatzkräfte des hinzugezogenen Spezialeinsatzkommandos Schleswig-Holstein überwältigten den bewaffneten Mann. Dabei wurde niemand verletzt. Der 40-Jährige wurde einer Fachklinik zugeführt. Die Polizei stellte eine Schreckschusswaffe sicher.
Während des Einsatzes war die A1 zwischen den Anschlussstellen Lensahn und Neustadt-Pelzerhaken von 22.45 Uhr bis etwa 4.30 Uhr gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet. Die Ermittlungen führt das Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz. Gesucht werden weitere Zeugen, die Angaben zum Fahrverhalten des Mannes machen können oder möglicherweise gefährdet beziehungsweise geschädigt wurden. Hinweise, Fotos oder Videos nimmt die Polizei unter 04524/70770 entgegen. (red)




