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Alexander Baltz

25 Jahre Kinderhaus Grömitz wurden gebührend gefeiert

Grömitz. Ein Vierteljahrhundert Kinderhaus Grömitz wurden am vergangenen Samstag mit einem umfangreichen Rahmenprogramm gefeiert. Bevor das Gelände an der Grundschule am Nachmittag den Kindern gehörte, fand am Vormittag eine offizielle Feierstunde mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und des Kinderschutzbundes des Kreisverbands Ostholstein statt.

Dessen 1. Vorsitzende Mechtild Piechulla blickte auf die Anfänge zurück und hob den besonderen Moment hervor, als bereits im Herbst 1998 im Lehrerzimmer der Grundschule die Entscheidung getroffen wurde, ein Kinderhaus einzurichten. Los ging es 1999 im Dachgeschoss der Schule mit fünf Kindern und einem Mitarbeiter. Heute sind es 45 Kinder, die von acht Mitarbeitern betreut werden - damit ist das Kinderhaus das größte im Kreis Ostholstein, wie Piechulla stolz betonte. Das Kinderhaus sei „eine echte Erfolgsgeschichte“. Auch Landrat Timo Gaarz sprach von einem besonderen Meilenstein für den Kinderschutzbund. Das Kinderhaus sei ein Ort der Geborgenheit und Freude, ein „Ort, der Kompass ist und Halt gibt“. Gaarz weiter: „Hier wird durch Vernetzung des Kreises Ostholstein mit der Gemeinde Grömitz und dem Kinderschutzbund eine Atmosphäre geschaffen, in der Kinder glücklich sein können. Ziel des Kreises ist weiterhin, dass kein Kind verloren geht!“

Bürgermeister Sebastian Rieke bezeichnete das Kinderhaus als eine „unverzichtbare Stütze für unsere Familien“. Er lobte vor allem den Um- und Erweiterungsbau des Kinderhauses, der schnell verwirklicht werden konnte. 2019 lag die Baugenehmigung vor und bereits am 17. August 2020 konnte das fertiggestellte Gebäude eröffnet werden (der reporter berichtete). Man werde auch weiterhin in die Jugend investieren, so Rieke abschließend.

Besonders gedankt wurde auch der Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn, die der Einladung zum Jubiläum gefolgt war. Sie setze sich stets für die Belange des Kinderschutzbundes ein, wie Fachbereichsleiter Matthias Thoms anerkannte.

Geschäftsführer des Kinderschutzbundes Ostholstein Martin Liegmann blickte auf die Entwicklung des Kinderhauses und auf die Geschichte des Kinderschutzbundes im ganzen Kreis zurück. Der Beginn am 1. Januar 1990 in Neustadt sei eine Zeitenwende in der Kinder- und Jugendhilfe gewesen. „Hilfe statt Strafe und Partizipation statt Bevormundung sind auch heute noch die entscheidenden Pfeiler des Kinderschutzbundes. Auch das Gemeinwesen in Grömitz ist seit Bestehen des Kinderhauses reicher geworden. Von Anfang an hat sich Grömitz sehr kinder- und familienfreundlich präsentiert“, so Martin Liegmann. Die Einrichtung des Kinderhauses in Grömitz sei ein „politisches Meisterstück“ gewesen und eine nachhaltige Investition in die Demokratie. Besonderen Dank sprach Liegmann Mechtild Piechulla aus, die seit dem Jahr 2000 dem DKSB-Vorstand angehört und seit 2008 den Vorsitz innehat. Auch Marek Rausch, Hoteldirektor vom „aja Hotel“, wurde dafür gedankt, dass er bereits mehrere Spendenaktionen für den Kinderschutzbund ins Leben gerufen hat.

Im Kinderhaus Grömitz sind eine integrative Hortgruppe und zwei Regelhortgruppen mit je 15 Plätzen für Kinder von 6 bis 14 Jahren untergebracht. Auch in den Sommerferien ist die Betreuung hier gewährleistet. (ab)


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