Petra Remshardt

3. Liga - HSG Ostsee

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Die Schiedsrichterentscheidungen verunsicherten die Mannschaft.

Die Schiedsrichterentscheidungen verunsicherten die Mannschaft.

21:26 Niederlage beim Heimspielauftakt gegen SV Anhalt Bernburg
 
Insgesamt zehn Zeitstrafen, davon sieben für die HSG Ostsee, sieben Verwarnungen und viele Unterbrechungen: Das erste Heimspiel der HSG in dieser Saison sorgte für erhitzte Gemüter und Diskussionen auf dem Feld, auf der Bank, aber auch auf der Tribüne, von wo aus die 75 zugelassenen Zuschauer die Partie verfolgten.
Das Spiel gegen den SV Anhalt Bernburg startete brisant, erhielt Ostsees Jan-Ove Litzenroth bereits in der zweiten Minute eine Zeitstrafe. Doch seine Teamkollegen ließen sich spielerisch nicht davon beirren, gingen eine Minute später durch einen Doppelpack von Yannik Barthel mit 2:1 in Führung. Doch es wurde unruhiger, innerhalb von fünf Minuten folgten weitere drei Zeitstrafen, zwei davon für die Ostholsteiner. Die Abwehr jedoch stand gut und hielt die Mannschaft bis zur 13. Minute in Führung. Dann glichen die Gäste aus und erzielten kurz darauf erstmals den Führungstreffer.
Sofern das Spiel ohne Unterbrechung lief, gestaltete es sich schnell, die HSG wollte gewinnen und strahlte das auch aus. Trotzdem gelang es nicht, erneut in Führung zu gehen. Eine Minute vor der Pause glich das Team dann zuerst mit einem wichtigen Treffer durch Luis Schönhoff zum 12:12 aus,
und legte direkt durch Fabian Kaiser nach, konnte den knappen Vorsprung allerdings nicht mit in die zweite Hälfte nehmen, sondern kassierte noch den Ausgleichstreffer, sodass es beim Stand von 13:13 in die Kabinen ging.
 
 
Der Start in die zweiten 30 Minuten gestaltete sich holprig. Bernburg überrumpelte die Mannschaft von Jens Häusler mit zwei schnellen Treffern nach Wiederanpfiff, und während Ostsee vorne seine Chancen aufgrund von technischen Fehlern nicht nutzen konnte, erspielte sich der SV einen Vorsprung von vier Toren zum 14:18 (36.). Die HSG agierte nervös und verlor an seiner Stabilität, ließ sich von den Unruhen aufgrund von nicht immer nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheidungen beeinflussen.
Doch nach einer Zeitstrafe auf eigener Seite noch in derselben Minute gewann die Mannschaft wieder an Sicherheit, kämpfte sich bis zum 18:18-Ausgleich in der 40. Spielminute heran. Es sah danach aus, als könnte Ostsee das Spiel noch einmal drehen, blieb bis zum 19:21 (45.) dran, leistete sich jedoch überhastete Abschlüsse und Fehlpässe im Angriff, sodass die Differenz sich nicht mehr entscheidend verändern ließ. Als es ab der 53. Minute dann auch noch galt, eine doppelte Zeitstrafe zu meistern, gelang es weder im Angriff noch in der Abwehr mehr, die Konzentration und Stabilität wieder herzustellen, sodass sich eine Differenz von fünf Toren und der Endstand von 21:26 nicht mehr verhindern ließen.
„Wir sind nach der Halbzeit einfach nicht richtig reingekommen, direkt in den Rückstand geraten“, so Rechtsaußen Luis Schönhoff nach Spielende. „Nachdem wir uns dann wieder herangekämpft hatten, konnten wir den Sack nicht zumachen, was unter anderem daran lag, dass wir uns von den Schiedsrichterentscheidungen haben nervös machen lassen und im Angriff haben dann die Abschlüsse nicht gepasst.“
 
 
Der Sportliche Leiter der HSG sah das ähnlich: “Das Schiedsrichtergespann aus Mecklenburg-Vorpommern hat das ganze Spiel über keine Linie erkennen lassen und uns in der 53. Minute beim Stand von 21:23 mit einer mehr als fragwürdigen zweifachen 2-Minuten Strafe gegen Tim Claasen und Christoph Schlichting final aus dem Konzept gebracht. Das wird auch daran deutlich, das uns dann kein einziges Tor mehr gelingt. Unsere junge Mannschaft ist noch nicht in der Lage mit solchen
Situationen routinierter umzugehen und Bernburg kann den Sack dann zu machen. Insgesamt war eine deutliche Steigerung zum Spiel beim HC Burgenland zu erkennen. Vor allem hatten wir heute mit Henning Rost ein guten Rückhalt. Wir sind nach wie vor mit dem Team in der Entwicklung und werden weiter an unseren Defiziten arbeiten. Diese Niederlage ist schade, aber sie ist kein Beinbruch.“
Die nächste Chance zum ersten Saisonsieg bietet sich am folgenden Samstag. Dann geht es zum Aufsteiger Stralsunder HV.
 
 
HSG Ostsee: Rost, Müller-Belau - Claasen 5/3, Schönhoff 4, Barthel 4, Schlichting 2, Litzenroth 2, Möller, Engelmann, Mendle, Kaiser je 1, Nagorsen, Farschchi, Jarik, Schramm. (red/ab)


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