Petra Remshardt

Autokraft nimmt Fahrt auf

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Bürgermeister Carsten Behnk, Daniel Marx (Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Nord), Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und der „NahBert“ präsentieren die neuen Busse nach modernsten Standards.

Bürgermeister Carsten Behnk, Daniel Marx (Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Nord), Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und der „NahBert“ präsentieren die neuen Busse nach modernsten Standards.

Eutin. Zehn Jahre ist es her, dass die Autokraft im ÖPNV Ostholstein-Mitte von den Rohde Verkehrsbetrieben abgelöst wurde. Diese Zeitspanne hat die Autokraft genutzt, um sich weiterzuentwickeln und konnte nun den Auftrag zurückholen. „Wir sind froh, dass uns das gelungen ist, bedanken uns bei allen alten Kollegen und heißen die neuen Kollegen willkommen“, so Daniel Marx, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Nord.
Die neuen Kollegen sind für regelmäßige Fahrgäste in Ostholsteins Bussen jedoch keine neuen Gesichter: Der Personalübergang von Rhode Verkehrsbetriebe zur Autokraft ist so gut geglückt, dass die meisten langjährigen Busfahrer übernommen werden konnten „Das ist besonders schön, weil sich das Personal auf den Strecken und mit den Fahrkartenpreisen bestens auskennt“, sagt Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU).
Doch auch wenn die Busfahrer die alten bleiben, so werden die Fahrzeuge neu: In einem auffälligen türkisgrün rollen die Busse zukünftig durch Ostholstein, innerhalb des Stadtverkehrs sogar als moderne Hybrid-Fahrzeuge. „Über diesen umweltfreundlichen Systemwechsel freue ich mich ganz besonders und sehe es als unseren Beitrag zum Klimaschutz“, so Bürgermeister Carsten Behnk. „Und das umweltfreundliche Türkis passt doch auch sehr gut zu unserem küstennahen Ostholstein!“
Küstennah ist ein Stichwort, das Behnk besonders am Herzen liegt: Die Busverbindungen zum Strand hin sollen besser werden, nicht nur für die Touristen, sondern auch für die Jugendlichen aus der Umgebung. „Der neue ZOB hier in Eutin soll zur zentralen Drehscheibe mit Anbindung an Bus und Bahn werden.“
Damit zukünftig noch mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel setzen, müssen die Busse jedoch häufiger fahren, da sind sich Politik und Autokraft einig: „Die Vorbereitung auf eine stündliche Taktung laufen bereits“, verspricht Marx. Auch mit den Schulen sei man in Rücksprache, und versuche Zeiten zu finden, die den Schülern aller Schulen möglichst angemessene Wartezeiten zumutet. „Das Schöne ist, dass auch unsere Innenstadt mit freiem WLAN und der Neugestaltung der Innenstadt zunehmend attraktiv wird, sodass Wartezeiten von Schülern gut genutzt werden können“, so Behnk.
Erst mal ändert sich am Fahrplan allerdings noch nichts, lediglich einige Haltestellen-Namen wurden aktualisiert und präzisiert. „Einige Haltestellen waren beispielsweise nach Institutionen benannt, die es an dem Standort schon lange nicht mehr gibt - in solchen Fällen haben wir dann präzisiert“, erklärt Behnk.
Doch der neue Fahrplan ist nicht das einzige, das noch auf sich warten lässt: Aufgrund von Werksschließungen während der Corona-Pandemie konnten nicht alle neuen Fahrzeuge pünktlich geliefert werden. Ab Dezember sollen dann aber alle Busse den modernsten Standards entsprechen: WLAN und USB-Ladebuchsen sollen nicht nur den Komfort der Fahrgäste erhöhen, sondern auch vor Vandalismus schützen. „Studien zeigen ganz deutlich, dass es weniger Schmierereien und Fälle von Vandalismus in Fahrzeugen mit öffentlichem WLAN gibt“, erzählt Marx.
Online kann zukünftig auch überprüft werden, ob der Bus pünktlich sein wird: Durch Echtzeitdaten kann am Smartphone verfolgt werden, wo der Bus gerade ist und ob er es pünktlich zur Haltestelle schafften wird. Außerdem bleibt das Konzept der ALFA-Buslinien (AnrufLinienFAhrten), also jener Kleinbusse, die eine halbe Stunde vor Abfahrt per App oder Anruf bestellt werden müssen, erhalten. Sowohl die normalen Busse, als auch die geräumigen Kleinbusse für acht Personen plus Fahrer sind barrierefrei zugänglich. (red)


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