Gesche Muchow

„Bitte keine Tagesausflüge!“

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Der Appell lautet: Auf Tagesausflüge in andere Orte zu verzichten. (Foto: Pixabay)

Der Appell lautet: Auf Tagesausflüge in andere Orte zu verzichten. (Foto: Pixabay)

Foto: Gesche Muchow

Eutin/Kiel. Ostholsteins Landrat Reinhard Sager hatte Ende letzter Woche erneut die Bürgermeister der Bädergemeinden zu einer Telefonkonferenz gebeten, um über die aktuelle Situation im Kreis Ostholstein zu informieren.
 
Bereits seit drei Wochen sind die Ostholsteiner zum großen Teil in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.
 
Die Konferenzteilnehmer waren sich einig, dass die Ostholsteiner sich ganz überwiegend vernünftig und einsichtig verhalten. Die getroffenen Maßnahmen werden weitgehend eingehalten. Das Eingreifen der Ordnungskräfte sei in einigen wenigen Fällen erforderlich. Nach wie vor sei es extrem wichtig, sich an die Anordnungen zu halten. Alle Maßnahmen hätten nur das eine Ziel, die Infektionskette zu unterbrechen und die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, so der Kreis Ostholstein in einer Pressemitteilung.
 
Keine Tagesausflüge: Übereinstimmend wurde erneut der Appell ausgesprochen, auf Tagesausflüge zu verzichten. Die touristische Infrastruktur in den Gemeinden sei stark eingeschränkt. Parkplätze und Seebrücken seien gesperrt und Toilettenhäuser geschlossen. Zudem würden in den Kommunen vermehrt Kontrollen durchgeführt und Personen nach dem Grund ihres Aufenthaltes gefragt.
 
„Ich danke allen Menschen in unserem Kreis, die sich besonnen und vernünftig verhalten und damit helfen, sich und andere zu schützen“, so Landrat Sager. „Gleichzeitig richte ich meine eindringliche Bitte an alle, sich auch weiterhin an die vorgegebenen Anordnungen zu halten.“ Dies falle angesichts der sonnigen und wärmeren Wetterprognosen und der bevorstehenden Osterfeiertage nicht leicht, sei aber unabänderlich und dringend erforderlich. Derzeit sei es nicht angebracht Tagesausflüge zu unternehmen oder Familienbesuche zu machen. „Daher nochmals mein Appell: Bleiben Sie zu Hause!“
 
Einen besonderen Dank richtet Sager auch an die Ordnungsbehörden und die Landespolizei, die die Kontrollen vor Ort durchführen und mit Augenmaß handeln. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Behörden funktioniere reibungslos.
 
Derzeit habe der Kreis Ostholstein im Vergleich landesweit die geringste Zahl an Infizierten pro 100.000 Einwohner. Das ist zwar nur eine Momentaufnahme und mag ein Hinweis darauf sein, dass die angeordneten Maßnahmen eine Wirkung zeigen.
 
Bußgeldkatalog für Corona-Verstöße
Wer gegen die Kontaktbeschränkungen verstößt, den erwarten dafür ab sofort Strafen in Höhe von bis zu 4.000 Euro.
 
Ab sofort können die Ordnungsämter für Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen festgelegte Bußgelder verhängen. Das Kabinett hat am vergangenen Dienstag einen Bußgeldkatalog beschlossen. Die Mehrheit der Menschen halte sich an die Regelungen. „“Wir setzen deshalb auch weiterhin vorrangig auf Kooperation und Akzeptanz in der Bevölkerung“, so die Landesregierung.
 
Der nun beschlossene Bußgeldkatalog sieht unter anderem folgende Strafen für Erstverstöße zu. Bei Wiederholungen fällt die Strafe doppelt so hoch aus.
 
Verstoß gegen das Kontaktverbot: 150 Euro
Unerlaubtes Betreten der Inseln, Halligen und Warften an Nord- und Ostsee mit Ausnahme von Nordstrand: 500 Euro
Unerlaubtes Öffnen von Gaststätten: 4.000 Euro
Einreise nach Schleswig-Holstein aus touristischem Anlass, zu Freizeit- oder Fortbildungszwecken: 150 bis 500 Euro je Einreisender
 
Bußgeldkatalog ist auf der Internetseite des Landes Schleswig-Holstein einsehbar. (gm)


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