Marco Gruemmer

„Die Möglichkeit, Pro und Contra abzuwägen“ Stefanie Albrecht-Suhr strebt einen Bürgerentscheid zum Hotelprojekt an

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Stefanie Friedrich-Suhr und Christian Friedrich möchten eine Entscheidung zum Wohle des Ortes.

Stefanie Friedrich-Suhr und Christian Friedrich möchten eine Entscheidung zum Wohle des Ortes.

Dahme. Steht dem Ostseebad Dahme nur vier Monate nach der Entscheidung über die Zukunft des Meerwasserschwimmbades ein erneuter Bürgerentscheid ins Haus? Ja, wenn es nach dem Willen einer Dahmer Bürgerin geht.
 
In großen Teilen der Dahmer Bevölkerung herrscht noch immer Unverständnis über die Entscheidung der Dahmer Gemeindevertretung, die mit den Stimmen von DWG und CDU den Verkauf des in die Jahre gekommenen Haus des Gastes, das im Zuge eines Hotelprojektes in der Strandstraße als öffentlicher Gastronomiestandort dienen sollte, verhinderte. Eine der Bürger, die sich nicht mit dem Abstimmungsergebnis arrangieren kann, heißt Stefanie Friedrich-Suhr. Als gebürtige Dahmerin ist es ihr ein spezielles Anliegen, zum Wohle des Ortes zu handeln. „Mit diesem Projekt bekämen wir die Möglichkeit unseren Ort in Zukunft auch in der Vor- und Nachsaison wettbewerbsfähig zu machen“, sagt sie mit Blick auf die nächsten Jahre.
 
Nach der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung hat Stefanie Friedrich-Suhr die Stimmung im Ort eingefangen und ist zu dem Entschluss gekommen, die Möglichkeit eines Bürgerentscheides zu prüfen. Nach einem ersten Gespräch mit der Kommunalaufsicht des Kreises Ostholstein, deren Aufgabe es ist, die Gemeinden, Ämter, Städte, Kreise und Zweckverbände zu beraten und zu unterstützen sowie die Rechtmäßigkeit der Aufgabenerfüllung in Selbstverwaltungsangelegenheiten zu gewährleisten, wurde sie in ihrem Beschluss bestärkt. Dabei geht es ihr nicht generell um den Verkauf des Haus des Gastes, sondern vielmehr um eine faktenbasierte Lösung. „Die Bürger sollen die Gelegenheit bekommen, Pro und Contra abzuwägen“, erklärt Stefanie Friedrich-Suhr in einem Gespräch mit dem reporter. Sie bemängelte an dem gesamten Prozess, dass die Fraktionen es nicht geschafft hätten, im Vorfeld ein gemeinsames Gespräch zu führen.
 
Um einen möglichen Bürgerentscheid durchführen zu können, sind die Unterschriften von 10 Prozent der Dahmer Bevölkerung nötig. Bei rund 1.200 Einwohnern wären das etwa 120 Unterschriften. Diese möchte Stefanie Friedrich-Suhr nun mit Unterstützung ihres Ehemannes Christian Friedrich sammeln. Dabei möchte sie im Ort von Tür zu Tür gehen und zusätzlich Unterschriftenlisten bei bereitwilligen Gewerbetreibenden auslegen. „Nachdem die Politik offensichtlich an einem sachorientierten Diskurs gescheitert ist, möchte ich den Dahmer Bürgern die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen, sich auszutauschen, zu diskutieren und letztendlich eigene Gedanken zu entwickeln, um schließlich mit ihrer Stimme über dieses zukunftsweisende Projekt abstimmen zu können. Sollte ein entsprechender Bürgerentscheid schließlich gegen einen Verkauf des Haus des Gastes ausfallen und somit durch die Bürger abgelehnt werden, wäre diese Entscheidung - zumindest von meiner Seite - absolut akzeptabel“, betont Stefanie Friedrich-Suhr. (mg)


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