Marco Gruemmer

Grube: „Das Gemeinwesen lebt“

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Bürgermeisterin Kirsten Sköries mit der neuen Gemeindewehrführung Mathias Henning (re.) und Hubertus Junge.

Bürgermeisterin Kirsten Sköries mit der neuen Gemeindewehrführung Mathias Henning (re.) und Hubertus Junge.

Foto: Marco Grümmer

Grube. „Ich bin überwältigt“, sagte Bürgermeisterin Kirsten Sköries, als sie am Samstag in das weite Rund des großen Saales im „Gruber Hof“ blickte. Eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern sowie starke Abordnungen von Bürgergilde und Feuerwehr sorgten dafür, dass beim Neujahrsempfang kein Platz frei blieb. Für Kirsten Sköries auch ein Zeichen dafür, dass das Gemeinwesen in dem Ort mit viel Engagement gelebt wird.

In Bezug auf das derzeitige Weltgeschehen und auch die Situation in Deutschland sagte die Bürgermeisterin, „dass wir eine intakte Gemeinschaft mehr denn je brauchen“. Bezugnehmend auf den aufkommenden Rechtsextremismus mahnte sie offen zu sein für Veränderungen, Gerechtigkeit und Toleranz. „Im Vergleich zu anderen Menschen geht es uns noch immer gut“, betonte Kirsten Sköries.

Für Grube sprach sie von außergewöhnlichen Jahren. Die Auswirkungen von Pandemie, Krieg und Inflation hätten auch die Kommune vor Probleme gestellt. Dennoch stellte sie die positiven Aspekte in den Fokus ihrer Rede.

So konnte eine Naturgruppe für den Kindergarten eingerichtet werden. Insgesamt beheimat die „Gruber Arche“ 85 Kinder in fünf Gruppen, die von einem gut ausgebildeten und motivierten Team betreut werden. In der Gruber Grundschule wurden eine Reihe von Sanierungsarbeiten durchgeführt. Dieses stünde auch für die Schulsporthalle noch bevor. 45 neue Erstklässler für 2024 bedeuten, dass der Standort auch weiterhin nicht gefährdet sei. „Für Kindergarten und Schule ist uns nichts zu teuer, denn Kinder sind unsere Zukunft“, betonte Kirsten Sköries. Ein Höhepunkt in 2023 sei zudem die Eröffnung der Seniorenresidenz gewesen, mit dessen Inhaber man in einem ständigen Austausch stehe.

Ein leidiges Thema bleibt der Bau eines Radweges nach Rüting. Hier gab die Bürgermeisterin als neuesten Stand den voraussichtlichen Baubeginn für Anfang 2025 bekannt. In Sachen Bauentwicklung und Mietwohnungsbau seien aktuell gute Fortschritte zu verzeichnen. Ebenso bei der Erweiterung des Gewerbegebietes in südliche Richtung, die zusammen mit der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (EGOH) geplant werde. Der Startschuss für die Vergrößerung der Märkte Aldi und Edeka soll Ende 2024/Anfang 2025 fallen. In vollem Gange sei außerdem das Projekt einer neuen, energiesparenden Straßenbeleuchtung.

Kirsten Sköries berichtete zudem über eine Idee zur bevorstehenden Nutzung des großen Sportplatzes. Hier gebe es seitens der Gemeindevertretung die Vision, daraus eine Sport- und Freizeitanlage mit diversen Attraktionen zu machen. Beim Kreis Ostholstein wurde die Errichtung von zwei Zebrastreifen in Höhe der Seniorenresidenz und des Dorfmuseums beantragt. Was die kommunale Wärmeplanung und E-Ladesäulen betrifft, sagte die Bürgermeisterin: „Damit beschäftigen wir uns sehr intensiv.“

Ihren Rede unterteile Kirsten Sköries in insgesamt drei Blöcke. Zwischendurch sorgte Justus Kruse von der Musikschule Ostholstein für musikalische Glanzlichter.

Sprechstunde der Bürgermeisterin

Bisher hatte Kirsten Sköries immer montags im Gemeindehaus eine offene Sprechstunde. Diese entfällt zukünftig. Für Fragen steht die Bürgermeisterin aber weiterhin jederzeit zur Verfügung. Man muss sich nur über die Gemeinde Grube, Tel. 04364/49280 oder über die Gemeinde Grömitz einen Termin geben lassen. Eine weitere Möglichkeit: E-Mail senden an: poststelle@groemitz.landsh.de.

Neue Gemeindewehrführung

Auf ihrer Jahreshauptversammlung am 12. Januar hat die Freiwillige Feuerwehr Grube eine neue Wehrführung gewählt. Nach 18 Jahren als Gemeindewehrführer stellte sich Volker Langbehn nicht wieder zur Wahl. Als neuen Gemeindewehrführer sprach sich die Versammlung für den bisherigen Stellvertreter Mathias Henning aus. Der neue stellvertretende Gemeindewehrführer heißt Hubertus Junge. Zur Feuerwehr Grube zählen 36 aktive Männer und Frauen, die in 2023 über 30 Einsätze gefahren sind. (mg)


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