Simon Krüger

Kann eine vernünftige Regulierung von Online-Casinos wirklich funktionieren?

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Alleine am Pokertisch sitzen? Online ist immer ein Tisch frei.

Alleine am Pokertisch sitzen? Online ist immer ein Tisch frei.

Foto: Free-Photos via pixabay.com

Gerade, weil die Gesetzgebung - vor allem in Deutschland - noch sehr schwammig ist, was Online-Casinos anbelangt, ist der Aufruf nach einer Regulierung seitens politischer Ämter eine immer-größer-werdende Tatsache. Online-Casinos sind in der Regel nicht zur Gänze vom bisherigen Glücksspielstaatsvertrag erfasst und damit nicht lizenziert, was zu einer Problematik führt, die vor allem Betreiber von Online-Casinos sehr gut kennen. Da das Internet aber ein freier Raum ist, ist das Besuchen eines Online-Casinos für deutsche User nicht unbedingt ein Rechtsbruch. Der Betrieb eines Online-Casinos wird oft über Umwege in die Wege geleitet, bedeutet, dass sich viele Online-Casinos im Ausland befinden. Dabei wäre es nicht so schwer auch in Deutschland ein solches zu eröffnen. Regeln dafür wurden grundsätzlich bereits definiert und sollen ab Mitte 2021 in Kraft treten. Wie gut diese Reglements allerdings funktionieren, stellen wir heute in Frage.
 
Wichtig ist nämlich, dass der Verbraucher auf der Seite sicher ist und sich gut beraten fühlt. Daher gibt es einige Punkte, an die man sich halten sollte und die man wissen sollte, bevor man sich beim Spiel mit Echtgeld für ein Casino entscheidet:
 
Verfügt ein Online Casino über eine Lizenz ist es meist auch stolz diese zu präsentieren. Die Lizenzierung sollte dabei von einem EU-Land übernommen werden; damit unterliegt das Spielen im Casino auch gleichzeitig dem Anti-Geldwäsche-Gesetz und überzeugt daher auch ein Stück weit mehr von der Seriosität des Unternehmens.
 
Klare und transparente Strukturen tragen sehr dazu bei, dass sich der User auf der Plattform wohlfühlt. Ist das Impressum nicht klar lesbar oder die AGBs so kompliziert gehalten, dass man die Informationen nicht nachvollziehen kann, dann sollte man das Vertrauen in das Unternehmen hinterfragen. Immerhin wünscht man sich doch auch im Notfall einen Partner, der einem die Unterstützung bietet, die langfristig zum Erfolg führt. Das ist leider aber in Form einer intransparenten Darstellung von Angebot und Konzept nicht der Fall.
 
Oft lässt es sich sehr leicht einzahlen, aber sehr schwer auszahlen. Gewinne in Echtgeld werden beispielsweise erst ab einem Mindestgewinn ausgezahlt, oder bleiben - aufgrund einer Kontoschließung - beim Betreiber. Achten Sie daher darauf, dass keine großen Gebühren bei der Ein- und Auszahlung von Echtgeld in einem Casino überwiesen werden müssen. In einem professionellen Casino wäre keine, oder geringe Gebühr notwendig, um eine Einzahlung oder Auszahlung zu ermöglichen. Der ganze Weg sollte hierbei möglichst transparent erklärt sein, um Sie als Kunden auch langfristig zu behalten. Sollten Sie feststellen, dass eine Auszahlung erst ab einem gewissen Spielumfang möglich ist, sollten Sie sich von diesem Anbieter verabschieden.
 
Wer in Deutschland ab Mitte des neuen Jahres legal um Echtgeld spielen möchte, der wird nicht nur von einer eigenen Behörde überprüft, sondern muss auch trotz der Aktualisierung der Gesetzgebung auf Regeln stoßen, die es zu hinterfragen gilt. Plattformen wie spielbank.com.de ermöglichen hierfür seriöse Vergleiche zwischen Glücksspielanbietern im Internet und schaffen so ein Verständnis für die Unterschiede zwischen den Casinos.
 
Ab Mitte 2021 soll beispielsweise eine 1.000 € Grenze für Einzahlungen zur Pflicht werden. Damit wird versucht das Glücksspiel einzudämmen und Sucht in Verbindung mit existenziellen Krisen zu vermeiden. Gerade Menschen, die tatsächlich einer Sucht unterliegen, finden normalerweise immer Möglichkeiten, weiterzuspielen. Daher ist die Regulierung zwar eine Hürde, die aber beispielsweise durch mehrere Kreditkarten oder unterschiedlich-angelegte Accounts bei verschiedenen Anbietern, womöglich wieder umgangen werden kann.
 
Abseits davon ist das Wetten mit maximal 1.000 € im Monat in puncto Sportwetten vielleicht noch als realistisch zu verbuchen, aber spätestens, wenn es um Roulette und andere Spiele am Tisch geht, ist es sehr wahrscheinlich, dass höhere Gewinne verzeichnet werden können. Wenn man jetzt mit einem Investment von 500 € den Betrag auf 3.000 € hochstufen kann, dann ist eine Auszahlung des Betrages realistisch. Möchte man dann aber später wieder weiterspielen ist die Einzahlung auf maximal 500 € begrenzt, obwohl sich das Konto noch im positiven Bereich befindet. Dass sich hier der ein oder andere Spieler vor den Kopf gestoßen fühlt, ist logisch.
 
Mit der Aktualisierung der Gesetzgebung entsteht auch ein Werbeverbot für Betreiber des Online-Glücksspiels. Egal ob Sportwetten, oder Automatenspiel: Werbung soll in Zukunft nur noch zwischen 21 Uhr und 06:00 Uhr passieren dürfen. Auch hier muss man sich fragen, inwieweit eine solche Änderung realistisch ist, insofern hier gerade die großen, eingesessenen Betreiber Nutznießer dieser Regeln sind. Es ist absehbar, dass sich hier gerade die großen Unternehmen auf diese "legalen Werbeslots" stürzen werden und so leichteres Spiel haben Kunden zu erreichen.
 
Selbstverständlich ist es zu befürworten, dass die digitale Entwicklung auch die deutschen Behörden zum Mitdenken anregt. Die Auseinandersetzung mit Glücksspiel und des damit-verbundenen Suchtpotenzials ist absolut notwendig und daher auch zu unterstreichen. Dennoch werden mitunter auch Kritiken laut, dass jeder Mensch selbst entscheiden solle, was das Richtige für ihn wäre. Ob man hier in der Zukunft stattdessen in dementsprechende Bildung investieren sollte? Wir sind auf jeden Fall gespannt auf nächstes Jahr.


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