Marco Gruemmer

Mehr Platz für grasende Galloways

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Profiteure der zweitägigen Maßnahme sind neben den bedrohten Amphibien auch die selten gewordenen Brutvögel wie beispielsweise der Neuntöter oder das Braunkehlchen. Weiterhin profitieren die Insekten, da künftig im Ökokonto keine Pestizideinsatz oder Düngung erfolgt. (Foto: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein)

Profiteure der zweitägigen Maßnahme sind neben den bedrohten Amphibien auch die selten gewordenen Brutvögel wie beispielsweise der Neuntöter oder das Braunkehlchen. Weiterhin profitieren die Insekten, da künftig im Ökokonto keine Pestizideinsatz oder Düngung erfolgt. (Foto: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein)

Gömnitz. Es wird in diesen Tagen laut im Stiftungsland Gömnitzer Berg bei Süsel. Der Grund: ein großer Bagger wird dort anrücken und die Weidelandschaft vergrößern. In dem rund zwei Hektar großen Ökokonto werden die unterirdischen Drainage-Rohre gekappt und ein Graben angestaut. Beide Maßnahmen dienen dazu, wieder mehr Wasser in der Fläche zu halten und eine Senke so zu durchfeuchten, dass sich seggen- und binsenreiches Nassgrünland entwickelt. Darüber freuen sich die bedrohten Amphibien-Arten wie der Moorfrosch und der Kammmolch. Beide sind dank der Bemühungen der Vielfaltschützer von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein im Stiftungsland Gömnitzer Berg Zuhause.
 Ein Weidezaun muss ebenfalls gebaut werden. Auch werden zwei neue Furten in einem Fließgewässer angelegt. „Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die dort grasenden und zur extensiven Pflege notwendigen Galloways problemlos von einem Weidekomplex zum anderen wechseln können. So ist auf der neuen Weidefläche zudem der gefahrlose Zugang zu einer Wasser- und Trinkquelle gewährleistet“, erklärt Jan Hellwig, Projektmanager der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. (red)


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