Alexander Baltz

Mit Video: „Nein zu Hass und Ausgrenzung!“

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Neustadt in Holstein. Dem Aufruf der Ortsverbände und Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, gemeinsam an einer Mahnwache gegen Rechts teilzunehmen, kamen am vergangenen Freitagabend zwischen 1.000 und 1.500 Menschen nach. Quer durch alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten füllte sich der Neustädter Marktplatz langsam ab 16.30 Uhr, bevor um kurz nach 17 Uhr Bürgermeister Mirko Spieckermann die Teilnehmenden von der Rathaustreppe aus begrüßte.

„Ich bin beeindruckt und begeistert, wie viele Menschen aus Neustadt, dem Kreisgebiet und darüber hinaus mit dabei sind. Und das ganz egal, ob groß oder klein, ob jung oder alt, ob mit oder ohne Migrationsgeschichte. Lassen Sie uns gemeinsam aufstehen gegen Rechtsextremismus, Hass und Hetze“, so der Bürgermeister. Weiter betonte er, dass Neustadt eine weltoffene Stadt sei und sich als Europastadt für Demokratie, Freiheit und Völkerverständigung engagiere. Es sei höchste Zeit, dass jede und jeder Farbe bekennen und sich bewusstmachen sollte, dass Demokratie, eine offene Gesellschaft und ein Rechtsstaat nicht selbstverständlich, sondern auf das tägliche Engagement aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen seien.

Auch Heinke Hafemann von Amnesty International und Sylvia Blankenburg vom Café International betonten am Rednerpult die Wichtigkeit des gesellschaftlichen Engegements für Solidarität und Vielfalt. „Wer in Europa Schutz sucht, hat großes Leid und Gewalt erlebt und sich nicht freiwillig aus seiner Heimat hinwegbegeben. Dass ein Staat Flüchtlingen Schutz gibt, ist nicht nur eine Frage der Menschlichkeit, sondern eine völkerrechtliche Verpflichtung. Wir zeigen hier, dass wir gemeinsam unsere Demokratie verteidigen. Wir wollen keine massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationsgeschichte“, machte Heinke Hafemann deutlich.

Noch bis 18 Uhr blieben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort und konnten sich einer Aktion des Kinder- und Jugendnetzwerkes anschließen. Dafür hatte man die Möglichkeit, seine Wünsche und Gedanken als gemeinsame Botschaft auf Holzpaletten mit einem Stift festzuhalten und so ein Statemant zu setzen. (ab)


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