Alexander Baltz

Mit Video: Tjark Schlößer ist Zauberkünstler aus Leidenschaft

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Lensahn. Tjark Schlößer aus Lensahn hat seine Leidenschaft schon früh entdeckt: Im Alter von 5 Jahren hat ihm jemand im Kindergarten das Becherspiel gezeigt, bei dem Bälle durch die Becher wandern. Und ab da war es um ihn geschehen. Weil er sich den Trick nicht erklären konnte, wollte er der Sache unbedingt auf den Grund gehen. Dabei wurde er dann selber vom Zauber-Virus befallen.
 
Tjark kaufte sich einen Zauberkasten, übte, knüpfte Kontakte und las viele Bücher. In der Grundschule ließ er regelmäßig bei den Lehrern irgendwelche Stifte verschwinden, verfeinerte seine Tricks immer mehr. Seinen ersten Auftritt hatte er im Alter von 7 Jahren bei einer Hochzeit. Und heute ist der 17-Jährige nicht nur längst im „Magischen Zirkel“ aufgenommen, sondern auch bereits Zauber-Jugendmeister 2018 in der Kategorie Kartenkunst.
 
Vorbilder hat Tjark auch. Nicht etwa David Copperfield oder die Ehrlich Brothers, sondern Roland Henning aus dem Zaubertheater in Lübeck und Franz Hieronimus aus Neustadt, der auch immer bei der Magic-Moments-Gala dabei ist.
 
Wie seine Tricks beim Publikum ankommen könnten, probt Tjark vor seiner eigenen Familie. Vor allem seine Schwester sei da sehr kritisch und habe immer gute Verbesserungsvorschläge parat.
 
Im Gespräch mit dem reporter kann Tjark seine Hände kaum stillhalten: Immer wieder verschwinden Münzen oder Stifte - oder Karten eines Kartenspiels verändern sich plötzlich von Karo-Ass in Kreuz-Bube.
 
der reporter: Wie oft musst du deine Tricks am Tag üben, um immer fit zu sein?
Tjark: Ich übe immer, rund um die Uhr. Eigentlich habe ich ständig eine Münze in der Hand und selbst in der Schule merke ich manchmal, wie ich unbewusst Stifte verschwinden lasse.
der reporter: Du hast regelmäßig Auftritte vor Publikum - geht es jetzt immer so weiter bis zur eigenen Fernsehshow oder willst du nach der Schule noch etwas anderes machen?
Tjark: Ich möchte auf alle Fälle etwas Sicheres vorher machen. Eine Ausbildung oder Studieren, entweder Germanistik oder Philosophie.
der reporter: Wieviele Auftritte vor Publikum hattest du schon in deinem Leben?
Tjark: Bestimmt schon um die 60. Allein in diesem Jahr waren es schon 30!
der reporter: Und wie genau kann man dich wofür buchen?
Tjark: Die Infos stehen auf www.tjark-schloesser.de. Egal ob auf Kindergeburtstagen, in Seniorenheimen oder auf Galas und Benefizveranstaltungen; ich trete überall auf.
der reporter: Ist bei einem deiner Auftritte schon mal ein Trick schiefgegangen?
Tjark: Natürlich, das kann immer passieren. Man muss dann einfach weitermachen und improvisieren, um die Nummer noch zu retten. Das passiert aber nicht oft. Und wenn, merkt es so gut wie niemand, weil ja keiner weiß, wie die Nummer weitergegangen wäre.
der reporter: Du hast ja auch schon feste Buchungen für 2020, oder?
Tjark: Ja, bei der Magic-Moments-Gala im November in Neustadt bin ich zum Beispiel definitiv wieder dabei.
der reporter: Wenn du im Fernsehen die Tricks in einer Zaubershow siehst; bist du in der Lage, alle Tricks zu durchschauen?
Tjark: Ja, eigentlich schon. Bis auf große Bühnen-Illusionen. Es gibt immer viele Möglichkeiten, wie man einen Trick gestalten kann. Das Publikum sollte allerdings nicht zu viel hinterfragen, sondern sich darüber freuen, dass es keine Lösung für den Trick findet.
der reporter: Wir wünschen dir weiterhin soviel Erfolg und viele tolle Ideen für neue großartige Tricks!
 
Ein kleines Zaubervideo von Tjark gibt es auf www.der-reporter.de zu sehen. (ab)


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