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Marlies Henke

Richtfest im Kindergarten Hasselburg

Hasselburg. Der Kindergarten Hasselburg wird größer. Nach drei Monaten Bauzeit konnte am vergangenen Freitag das Richtfest für den rund 100 Quadratmeter großen Anbau gefeiert werden. Am 1. Januar 2020 sollen Gruppenraum, Therapieraum und Waschraum für eine dritte altersgemischte Kindergartengruppe bezugsfertig sein. Zusätzlich wird die gesamte Einrichtung barrierefrei gestaltet.
 
„Die zwei bestehenden Kindergartengruppen reichen nicht mehr aus. Wir haben mehr Anmeldungen als Plätze“, begründete der Bürgermeister der Gemeinde Altenkrempe Hans-Peter Zink die Erweiterung der Einrichtung. Derzeit werden hier 40 Kinder betreut. Mit dem Anbau wird Platz geschaffen für weitere 20 Kinder und zwei zusätzliche Erzieher.
 
Bereits vor 45 Jahren wurde der Kindergarten unter Trägerschaft der Kirchengemeinde Altenkrempe in der ehemaligen Schule Hasselburg eröffnet, damals noch für zwei Gemeinden: Altenkrempe und Schashagen. „Dass wir heute das Richtfest der dritten Gruppe feiern, war nicht vorhersehbar“, erzählte Zink. Mitte der 90er Jahre sei der Kindergarten zu klein geworden und die Vertreter beider Gemeinden wollten einen gemeinsamen Kindergarten in Merkendorf bauen. „Wir hatten aber nicht mit den Eltern und anderen Einwohnern der Gemeinde gerechnet. 340 Personen unterschrieben ein Bürgerbegehren. Daraufhin wurde dieser Kindergarten fortgeführt und die Gemeinde Schashagen baute eine neue Einrichtung in Merkendorf“, so Zink weiter. Dass der Beschluss von 1996 richtig gewesen sei, würde man heute an dem wachsenden Bedarf sehen. Zink: „Wir sind als Gemeinde stolz, dass wir in die entsprechende Infrastruktur investieren können.“
 
Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme betragen rund 320.000 Euro und werden mit 80.000 Euro vom Bund bezuschusst. Für die Einrichtung wurden weitere 20.000 Euro veranschlagt.
 
„Für die Gemeinde Altenkrempe ist das eine erhebliche Investition, die wir aber gerne tätigen“, betonte Zink. Abschließend dankte er den Handwerkern, dem Architekten Harm Hoffmann, den Gemeindevertretern und den Mitarbeitern des Amtes Ostholstein-Mitte für den reibungslosen Ablauf der Baumaßnahme. (he)
 
Auszug aus dem Richtspruch
„Es ist bestimmt in Dorf und Stadt
ein Glück für‘s Volk, wenn‘s Nachwuchs hat,
denn ohne Kinder stirbt ein Haus
mit der Familienzukunft aus!
 
Und wie, wie wär das Leben leer
Ja – gäb‘s keine Kinder mehr,
die lustig, froh dann hier rumspringen
das ist das Wichtigste von allen Dingen.
 
Fortan diene dieser Ort
dem guten Rat, dem edlen Wort.
Und uns‘re hoffnungsvolle Jugend
lerne Ehrbarkeit und Tugend
Nicht nur Wissen, Geistesgaben,
auch Charakter muss man haben.


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