Alexander Baltz

Ausbaumaßnahmen des BUND-Umwelthauses gestartet

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Neustadt in Holstein. Nach jahrelangen Planungen und Baugenehmingungsverfahren haben am vergangenen Montagnachmittag die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen für das BUND-Umwelthaus begonnen. Der Ausbau soll im Sommer 2025 abgeschlossen sein und wird insgesamt wohl deutlich über 9 Millionen Euro (mindestens 7,3 Millionen für den 1. Bauabschnitt und 1,8 Millionen für den 2.) kosten. Geplant wurde ursprünglich mit einer Fertigstellung bereits im Jahr 2021 bei 4 Millionen Euro Baukosten. Durch aufwendige Prüfungsmaßnahmen, Inflation und Lieferengpässe war dieses Ziel allerdings nicht zu halten.

Für den neuen Anbau und die Sanierung der historischen Villa am Strand setzten unter anderem Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt, die Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens (CDU), Bettina Hagedorn (SPD) und Bruno Hönel (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Bürgermeister Mirko Spieckermann den ersten Spatenstich.

Umwelthaus-Leiter Dr. Andreas Schmidt dankte den Förderern des Hauses und des Umbaus, der Aktion Mensch, der Aktiv-Region, dem Bundesumweltministerium, der BINGO-Umweltlotterie und dem Land Schleswig-Holstein. Mit ihrer Hilfe wird der BUND SH das Haus von 1928 energetisch sanieren, einen öffentlichen Ausstellungsraum einrichten und in dem barrierefreien Anbau Seminar- und Schlafräume sowie eine Küche einrichten. Es entsteht also ein Umwelt-Bildungszentrum direkt an der Neustädter Bucht.

Dietmar Ulbrich, Landesvorsitzender des BUND SH sprach von einem „Leuchtturmprojekt der Umweltbildung“, allerdings seien durch das gestiegene Preisniveau viele Details nicht so leicht umsetzbar - das bereite ihm Sorgen.

Umweltminister Tobias Goldschmidt geht davon aus, dass das neue Umwelthaus vor allem für Schülerinnen und Schüler ein „wundervoller Ort“ werden wird. Da die Krisen in Natur und Umwelt unfassbar groß seien, würden auch außerschulische Lernorte als „Keimzelle für besseren Naturschutz mit den Menschen vor Ort“ immer wichtiger, so der Minister.

Voll des Lobes für das Projekt waren auch die beiden Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn und Ingo Gädechens. Hagedorn sprach von einer „Perle für den Umwelt- und Naturschutz“, Gädechens hofft auf weitere Geldgeber zur Vervollständigung der Maßnahmen, die bereits 2017 beschlossen worden waren (der reporter berichtete). Eine Sanierung sei für den Fortbestand des Umwelthauses unumgänglich.

Bürgermeister Mirko Spieckermann nannte den Spatenstich den Beginn von Zukunft, Aktivität und Dynamik, der auch einen Fortschritt für Neustadt bedeute. „Es wird etwas Neues entstehen, dass von hier aus in alle Ecken Deutschlands strahlen wird“, so Spieckermann voller Vorfreude auf die Fertigstellung des Umwelthauses. (ab)


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