Simon Krüger

Hochzeit planen: Diese Rolle nehmen die Trauzeugen ein

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Trauzeugen geben alles, damit das Brautpaar den schönsten Tag im Leben hat.

Trauzeugen geben alles, damit das Brautpaar den schönsten Tag im Leben hat.

Foto: © unsplash.com, Jonathan Borba

Der schönste Tag im Leben eines Liebespaars. Bei der Hochzeit versammeln sich Freunde und Familie, um das frischgebackene Ehepaar gehörig zu feiern. So eine Feier organisiert sich leider nicht von selbst, weshalb im Vorfeld eine Menge Planungen und Organisatorisches von Nöten sind. Zum Glück ist das Paar hier nicht allein, denn sie können sich auf die Hilfe von Familie und Freunden, insbesondere der Trauzeugen, verlassen. Die Trauzeugen nehmen hier eine ganz besondere Rolle ein, sie packen vor und während der Hochzeit kräftig an und entlasten unter anderem das Brautpaar, wo es nur geht.
 
Sind Trauzeugen noch nötig?
Jein! Im Prinzip sind Tauzeugen wirklich nur noch bei einer katholischen Trauung zwingend erforderlich. Sie sind also keine gesetzliche Pflicht mehr. Beispielsweise bei der Trauung im Standesamt kann man auch ohne Trauzeugen heiraten.
 
Etwas anders sieht es allerdings mit der Tradition aus. Obwohl es nicht mehr unbedingt notwendig ist, Trauzeugen beim großen Tag zu haben, können sie gewisse Sicherheit geben. Meist handelt es sich um enge Familienmitglieder oder beste Freunde, die diese Rolle einnehmen. Die Planung und die Organisation der Hochzeit werden so zu einem gemeinsamen Erlebnis und zu einem Abenteuer. Es ist mehr eine symbolische Geste und ein Freundschaftsbeweis.
 
Meistens schweißt das die Freundschaft oder die Familienbande dann noch weiter zusammen. Gleichzeitig wird das Paar im Vorfeld und am Tag der Feierlichkeiten entlastet und kann sich ein wenig mehr auf sich selbst konzentrieren und alles mehr genießen.
 
JGA organisieren
Die Planungen des Junggesellinnen- oder des Junggesellenabschieds gehören wohl zu den beliebtesten und gleichzeitig wichtigsten Aufgaben von Trauzeugen. Dieser Abschied steht symbolhaft für den letzten Abend in "Freiheit". Das bedeutet, dass man noch einmal so richtig feiert, bevor man in den Hafen der Ehe einfährt.
 
In Deutschland hat es sich mittlerweile etabliert, dass man beispielsweise verkleidet durch eine Stadt zieht. Braut und Bräutigam müssen dann beispielsweise in paar Aufgaben erfüllen, mit denen sie selbst ein wenig durch den Kakao gezogen werden.
 
Dieser letzte Abend in Freiheit kann aber auch durchaus stilvoller gestaltet werden. Ein gutes Beispiel ist hier eine Stripshow, bei der professionelle Tänzer die Hüllen fallen lassen. Vor allem die Braut wird sich bei diesem Beispiel freuen, bevor sie bis der Tod sie scheidet nur noch ihren Mann zu sehen bekommt. Sehr beliebt sind kurze Städtetrips übers Wochenende, actiongeladene Trips, wie etwa Klettern oder Kanufahren, oder ein eleganter Abend im Casino.
 
Aussuchen der Garderobe
An dem schönsten Tag im Leben, will man entsprechend aussehen. Vor allem für werdende Bräute ist das Aussuchen des Hochzeitskleids ein ganz besonderer Augenblick in der Organisation der Hochzeit, den sie gerne mit ihrer Trauzeugin teilen. Wichtig ist hier, dass Braut und Trauzeugin sich nicht auf das erstbeste Kleid einigen.
 
Hier ist absolute Ehrlichkeit gefragt, wenn die baldige Ehefrau die Kleider anprobiert und präsentiert. Der eigene Geschmack sollte jedoch hinten angestellt werden, denn die Hauptsache ist, dass es der Braut gefällt. Wenn es das richtige Kleid ist, wird man es jedoch merken.
 
Oft nimmt der Bräutigam seinen Trauzeugen ebenfalls zum Shopping-Trip mit. Allerdings findet der Mann meist schneller einen Anzug, jedoch ist auch hier nicht weniger Ehrlichkeit als bei den Damen gefragt. Wichtig ist, dass die Braut ihr Kleid zuerst kauft. Dann kann man sich als Trauzeuge mit der Braut kurzschließen und bekommt auf diese Weise eine grobe Richtung für Farbe und Aussehen des Anzugs. 
 
Vorbereitung der Hochzeit
Trauzeugen sind meist maßgeblich an den Hochzeitsplanungen beteiligt. Sie stehen dem Brautpaar mit Rat und Tat zur Seite. Schon relativ früh kann man eigene Ideen mit einbringen. Vielleicht gibt es ja einen DJ oder Band, die gefällt und die sich perfekt für diesen ganz besonderen Tag eignen würden.
 
Wer gerne bastelt, kann sich umso mehr einbringen. Meist geht es dabei darum, Einladungen zu basteln, sie zu gestalten und zu verschicken. Dann kann man sich um die Deko bei der Hochzeitslocation kümmern, sowie die Kleinigkeiten, die kurz vorher noch anstehen.
 
Am Tag der Hochzeit oder ein paar Tage davor, sollte man sich darauf einstellen, auf Abruf zu sein, falls Braut oder Bräutigam Beistand benötigen. Falls es einen Polterabend im Vorfeld zu Hochzeit geben soll, wird dieser meist ebenfalls von den Trauzeugen organisiert.
 
Bei der Trauung und der Feier
Traditionell geht es am Tag der Hochzeit darum, füreinander da zu sein. Vor der Trauung helfen die Trauzeugen beim Ankleiden und beruhigen das Paar. Bei der Zeremonie hält die Trauzeugin der Braut den Brautstrauß, während der Zeuge des Bräutigams die Ringe aufbewahrt. Während der Feier selbst stehen beide als Ansprechpartner für Gäste zur Verfügung, halten Reden, bereiten Überraschungen vor und kümmern sich zumindest um einen Teil der Programmgestaltung.
 
Während der gesamten Feier sollte man stets darauf achten, dass es dem Brautpaar an nichts fehlt und die Gäste glücklich sind. Das mag zwar anstrengend sein, aber dennoch macht es auch sehr viel Spaß und es wird ein Wochenende, was das frischgebackene Ehepaar sowie die Trauzeugen wohl nie wieder vergessen werden.


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