Petra Remshardt

Wohnung oder Haus?

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Laut einer Untersuchung der Universität Hohenheim sind Immobilienbesitzer die glücklicheren Menschen.

Laut einer Untersuchung der Universität Hohenheim sind Immobilienbesitzer die glücklicheren Menschen.

Foto: Pixabay

Wohneigentum in Deutschland ist ein wichtiger Baustein für den privaten Vermögensaufbau. Gründe für einen Immobilienerwerb gibt es einige: Man zahlt keine Miete, sondern baut mit seinem Geld Monat für Monat sein eigenes Vermögen auf. Durch den Besitz der eigenen vier Wände gewinnt man ein großes Stück Unabhängigkeit und mehr persönliche Gestaltungsfreiheit. Eine Immobilie stellt einen soliden Sachwert dar, der in seiner Wertentwicklung relativ unempfindlich gegen Konjunkturschwankungen ist. Hat man als Rentner sein Eigentum abbezahlt, kann man seine monatliche Rente für andere Dinge einsetzen.
Übrigens, laut einer Untersuchung der Universität Hohenheim sind Immobilienbesitzer die glücklicheren Menschen. Das Ergebnis der Befragten zeigte, dass rund zwei Drittel der Wohneigentümer angaben, dass sie durch ihren Immobilienbesitz eine höhere Lebenszufriedenheit haben.
Von der Suche nach der passenden Immobilie über die Bewertung der Lage bis hin zur Besichtigung und schließlich der Vertragsunterzeichnung müssen beim Immobilienkauf zahlreiche Aspekte beachten werden.
Der Kauf einer Wohnung ist mit ganz ähnlichen Fragen verbunden wie ein Hauskauf. Zusätzlich muss sich der Käufer einer Wohneinheit in einem Mehrfamilienhaus darüber im Klaren sein, dass er künftig in vielen Fragen vom Votum der Eigentümergemeinschaft abhängig ist. Ein Vorteil allerdings ist, dass sich die Wohnungseigentümer die Kosten für anfallende Sanierungen wie beispielsweise eine neue Heizung oder ein neues Dach teilen, während der Hauseigentümer dies alleine zahlen muss.
Egal ob Wohnung oder Haus, gut überlegt werden will, ob es eine Bestandsimmobilie oder ein Neubau werden soll. Entsprechende Angebote findet man in Immobilienanzeigen oder Aushängen im Umfeld, online oder beim Makler vor Ort.
Je nach Lebenssituation und Zukunftsplänen sollte man sich über die Lage, Infrastruktur und Verkehrsanbindungen informieren. Sind Kindergärten, Schulen, Freizeiteinrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe?
Soll die Immobilie finanziert werden, sollte man frühzeitig mit seiner Hausbank sprechen und sich auch alternative Angebote (Effektivzinsvergleich) von einer anderen Bank oder einem Immobilienfinanzierer einholen. Vergessen sollte man nicht, dass zum Kaufpreis von Eigentum noch Nebenkosten hinzukommen. Diese werden zusätzlich zum Kaufpreis fällig. Dazu gehören feste Kosten wie die Grunderwerbssteuer, Notarkosten und Kosten für das Grundbuchamt. Zusätzlich fallen flexible Kosten an wie beispielsweise die Maklercourtage. Eine Faustregel besagt, dass die Nebenkosten noch einmal mit insgesamt rund 15 Prozent des Kaufpreises zu Buche schlagen.
Wer die passende Immobilie gefunden und die Bank grünes Licht gegeben hat, geht zum Notar. Er wird das Grundbuch einsehen, den Kaufvertrag aufsetzen und alles Weitere veranlassen. (red)


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