Kristina Kolbe

5 Jahre Zuhör-Kiosk in Neustadt

Das Team des Zuhör-Kiosk um Initiatorin Marina Meißner (3. v. lks.) feierte am vergangenen Freitag ihren fünften Geburtstag. Bürgermeister Mirko Spieckermann (re.) gehörte ebenfalls zu den Gratulanten.

Das Team des Zuhör-Kiosk um Initiatorin Marina Meißner (3. v. lks.) feierte am vergangenen Freitag ihren fünften Geburtstag. Bürgermeister Mirko Spieckermann (re.) gehörte ebenfalls zu den Gratulanten.

Bild: Kristina Kolbe

Neustadt in Holstein. Mit einer ganz besonderen Idee präsentierte sich der Zuhör-Kiosk am vergangenen Freitag zu seinem 5. Geburtstag. Der Weg in den Zuhör-Raum sollte an diesem Tag nämlich über alle Sinne führen. An den Stationen „fühlen“, „sehen“, „schmecken“, „riechen“ und „hören“ wurden diese durch entsprechende Requisiten angeregt. Viele Interessierte kamen neugierig auf das Team zu und entdeckten gemeinsam die kleinen Aktivitäten. Der fünfte Sinn, das „Hören“ bildete das Zentrum und wurde in Form eines Vier-Augen-Gesprächs in dem geschützten Raum des ehemaligen Kiosks direkt neben der Bushaltestelle auf dem Markt geführt. Mit dieser Aktion wollten die Beteiligten deutlich machen, dass auch beim Zuhören alle Sinne zum Einsatz kommen können und die Wahrnehmung in Gesprächen sich nicht nur auf das Zuhören beschränkt.

Das Team nutzte die kleine Geburtstagsfeier außerdem, um einmal auf die vergangenen fünf Jahre zurückzuschauen. Ideengeberin und Initiatorin Marina Meißner freute sich, dass diese Institution mittlerweile fest etabliert sei und viele wiederkehrende Besucherinnen und Besucher kommen. „So langsam gehören wir zum Stadtbild dazu“, erklärte sie. Einheimische nutzen das Angebot ebenso wie Tagesgäste, die vielleicht nur auf den Bus warten oder auch Urlauberinnen und Urlauber. Teilweise schauen sie ganz spontan rein, teilweise ganz regelmäßig. Bei vielen sind die Zeiten (zum Wochenmarkt und mittwochs) bereits fest im Kopf verankert, insbesondere, wenn sie öfter vorbei schauen. Einige der Gesprächspartnerschaften bestehen bereits seit fünf Jahren.

Die Beweggründe, den Zuhörkiosk zu besuchen sind genauso vielschichtig, wie die Themen selbst. Diese reichen von „einfach mal Klönen wollen“, über konkrete Suche nach Hilfe bis hin zum Teilen der kleinen und großen Sorgen. Der Zuhör-Kiosk sei dadurch ein wichtiger Baustein, um ganz niedrigschwellig ins Gespräch zu kommen, dankte Bürgermeister Mirko Spieckermann, der auch für die Zukunft seine volle Unterstützung zusagte.

Die Räume werden von der Stadt kostenfrei für dieses Angebot zur Verfügung gestellt und die Ehrenamtlichen wünschen sich, noch lange weitermachen zu können. (ko)


UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen