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Deutlich weniger Straftaten im Kreis OH - Die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2025 ist da

Insgesamt sieht die Polizei eine stabile Sicherheitslage im Kreis Ostholstein.

Insgesamt sieht die Polizei eine stabile Sicherheitslage im Kreis Ostholstein.

Bild: HFR

Kreis Ostholstein. Die Kriminalität im Kreis Ostholstein ist im Jahr 2025 spürbar zurückgegangen. Wie aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht, registrierte die Polizei 11.508 Straftaten. Das entspricht einem Rückgang um 7,45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Den größten Anteil machten weiterhin Diebstähle aus, gefolgt von sogenannten Rohheitsdelikten wie Körperverletzung. Insgesamt bewertet die Polizei die Sicherheitslage im Kreis als stabil.

Weniger Diebstähle, deutlich weniger Einbrüche: Die Zahl der Eigentumsdelikte sank um 7,5 Prozent. Besonders positiv fällt der starke Rückgang bei Wohnungseinbrüchen auf. Hier verzeichnet die Polizei ein Minus von über 20 Prozent. Zudem blieb es in mehr als der Hälfte der Fälle beim Versuch.

Leicht gestiegen ist dagegen die Zahl der Autodiebstähle und unbefugten Nutzungen von Fahrzeugen. Mit 52 Fällen bewegt sich dieser Bereich jedoch im langjährigen Durchschnitt.

Gewalt leicht rückläufig: Auch bei den Rohheitsdelikten zeigt sich ein leichter Rückgang. Insgesamt wurden 2.101 Fälle registriert, ein Minus von 4,5 Prozent.

Unterschiedliche Entwicklung bei Betrug: Die Vermögens- und Fälschungsdelikte gingen insgesamt um 5,55 Prozent zurück. Während die Zahl der Betrugsdelikte sank, stieg der Tankbetrug deutlich auf 96 Fälle an.

Mehr schwere Sexualdelikte: Bei den Sexualdelikten gab es insgesamt einen leichten Rückgang auf 223 Fälle. Auffällig ist jedoch der Anstieg bei schweren Delikten wie Vergewaltigung und sexueller Nötigung von 30 auf 48 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt hier bei über 90 Prozent. Viele Taten spielen sich laut Polizei im sozialen Nahbereich ab.

Häusliche Gewalt rückläufig: Entgegen dem Landestrend wurden im Kreis Ostholstein weniger Fälle von Partnerschaftsgewalt registriert. Bei familiärer Gewalt blieben die Zahlen mit 223 Betroffenen unverändert.

Mehr Angriffe auf Polizeibeamte: Die Zahl der Angriffe auf Polizeibeamte stieg von 72 auf 87 Fälle. Insgesamt wurden 36 Einsatzkräfte verletzt. In vielen Fällen standen die Tatverdächtigen unter Alkoholeinfluss.

Weniger Messerangriffe und Drogendelikte: Positiv ist auch die Entwicklung bei Messerangriffen. Die Fallzahlen gingen um 8,7 Prozent auf 63 Fälle zurück. Die Aufklärungsquote liegt bei über 90 Prozent.

Deutlich gesunken ist zudem die Zahl der Rauschgiftdelikte. Mit 367 Fällen wurde nahezu eine Halbierung verzeichnet. Ein Grund dafür ist laut der Polizeidirektion Lübeck die Teillegalisierung von Cannabis.

Fazit der Polizei: Insgesamt sieht die Polizei eine stabile Sicherheitslage im Kreis Ostholstein. Der deutliche Rückgang bei Wohnungseinbrüchen wirke sich besonders positiv auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung aus. (red/gm)


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