

Neustadt in Holstein. Petra Hömberg ist Intensivkrankenschwester in der Schön Klinik Neustadt. Ihr Wissen konnte sie nun zum zweiten Mal an die Menschen in Kibaya, Tansania weitergeben.
Am südlichen Rand des Massai-Landes liegt das Dorf Kibaya, welches nur durch eine staubige Schotterstraße erreicht werden kann. Dort, wo Kuhherden vorbeiziehen und die afrikanische Sonne die Erde zu Mosaiken formt, begann bereits zwei Jahre zuvor ein Freundschaftsprojekt, welches vor wenigen Wochen fortgesetzt wurde. Das Ziel: Lokale Schulen und die Krankenstation langfristig unterstützen. Im Vordergrund steht der fachliche und persönliche Austausch. Die finanzielle Unterstützung erfolgt gezielt und in enger Abstimmung mit den Partnern vor Ort. Für die lokale Grundschule wurden Schulbände, Computer, Drucker und Laptops gespendet, die Räumlichkeiten der Vorschule der Lutheranischen Kirchengemeinde wurden grundlegend renoviert, dazu wurden von den Spenden Tische, Stühle und Schulmaterialien angeschafft. Die Krankenstation, die „Pillar Dispensary“, welche die erste Anlaufstation der Dorfbewohner ist, wurde insbesondere fachlich unterstützt durch eine umfangreiche Fortbildungsveranstaltung. Zudem fand ein intensiver fachlicher Austausch mit den tansanischen Kollegen statt mit gemeinsamer Behandlung von Patienten. Besonders ein kleines tapferes Mädchen, welches eine schwere Verbrühung erlitten hatte, wuchs dem 5-köpfigen Team dieses Jahr ans Herz. Speziell für sie hatte das Einsatzteam Verbandsmaterial und Salben aus Deutschland mitgebracht. Petra Hömberg, Intensivkrankenschwester aus Neustadt berichtet „wir wachsen mit unseren Partnern vor Ort und aus einem sachlichen Austausch wird Freundschaft“. (red)
Wer ist Via Cordium?
Die Lübecker Hilfsorganisation hat gerade ihr 10-jähriges Jubiläum gefeiert und wurde 2015 durch eine Gruppe von Ärzten und Lehrern in Lübeck anlässlich der Erdbeben in Nepal gegründet. Die überschaubaren Hilfsprojekte in aller Welt werden immer mit lokalen Hilfsorganisationen zusammen umgesetzt. Die medizinischen und sozialen Einsätze finden auf Augenhöhe mit den Betroffenen statt, sogenannte Freundschaftsprojekte. Der unabhängige Verein wird ausschließlich durch Spenden finanziert und legt Wert auf sehr geringe administrative Kosten, damit die Spenden eins zu eins in die Projekte fließen. Aktuelle Projekte finden in Deutschland, Ukraine, Nepal, Mustang, Tansania und Ruanda statt. Weitere Informationen auf www.via-cordium.com.




