

Grömitz. Mit dem Richtfest der Dünenwelten ist Grömitz der Fertigstellung des Großbauprojektes Dünenpark einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Der Dünenpark an der Promenade von Grömitz erfreut sich bereits seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Der Surf Rescue Club als Hostel mit DLRG-Unterkunft, der Beachclub SO[U]L und die zahlreichen Geschäfte und Gastronomien laden zum Genießen und Verweilen ein. Man könnte meinen, jetzt heißt es für die Beteiligten erst einmal durchatmen, in Grömitz allerdings nicht. Tourismuschef Manfred Wohnrade schaut schon wieder nach vorne und plant die nächsten Schritte: „Wir dürfen jetzt nicht stehen bleiben“, sagte er, auch wenn das Richtfest Grund zur Freude biete. Allerdings weiß er auch: „Der Tourismus schläft nie. Wir bleiben am Ball“.
„Mit dem Richtfest schließen wir ein großes Kapitel ab und schlagen gleichzeitig ein neues auf“, erklärte Bürgermeister Sebastian Rieke. Er hob nicht nur die touristischen Vorteile hervor. „Alles, was wir für den Tourismus in Grömitz tun, muss auch einen klaren Nutzen für die Einwohner haben. Die Dünenwelten fördern die touristische Entwicklung und steigern die Lebensqualität gleichermaßen.“ Nun freue er sich darauf, die Dünenwelten bald schon mit Leben zu füllen. Das soll im Sommer 2026 passieren. Auf ein konkretes Datum wolle man sich jedoch nicht festlegen, zuletzt hatte die aufwändige Prüfung der Statik das Bauvorhaben leicht verzögert.
Nach Stehenbleiben fühlt sich die Entwicklung in Grömitz auch für Claus Ruhe Madsen (CDU), Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus nicht an. Er sagte: „Jedes Mal, wenn ich in Grömitz bin, hat sich die Gemeinde verändert.“ Das Land hatte die Baumaßnahme für das Multifunktionsgebäude mit 8,3 Millionen Euro gefördert, das Investment beträgt insgesamt 12,5 Millionen Euro (der reporter berichtete). Der Minister sprach von sehr gut investiertem Geld, auch in Anbetracht der Tatsache, dass Grömitz die Übernachtungszahl von zwei Millionen im Jahr 2025 erstmalig überschritten habe. Dies sei auch gut für Schleswig-Holstein, so Claus Ruhe Madsen. Dennoch sei es auch wichtig zu betonen, dass die Dünenwelten für die Grömitzerinnen und Grömitzer ebenfalls eine Bereicherung seien. „Ein touristisches Angebot ist immer auch ein eigenes Angebot“, erklärte er und dankte der Gemeindevertretung für den Mut, diesem Projekt zugestimmt zu haben.
Für Touristiker Wohnrade sei noch ein weiterer Punkt relevant: Die Stärkung der Nebensaison. Mit den Dünenwelten habe man ein Schlechtwetterangebot geschaffen, das auch außerhalb der Saison von großem Nutzen sei. „Wir schaffen hier einen zuverlässigen, wetterunabhängigen, modernen Ort für Reisende rund um das Jahr.“
In den Dünenwelten entsteht eine große Indoor-Spielwelt mit der sogenannten Tobedüne als wetterunabhängiges Angebot für Familien. Geplant ist eine XXL-Strandlandschaft, die typische Elemente aus Grömitz spielerisch aufgreift. Kinder können sich dort in überdimensionalen Eimern verstecken, auf Krebsen klettern oder durch Muscheln rutschen. Ergänzt wird das Angebot durch barrierefreie Spielgeräte. Direkt angrenzend an die Spielewelt sind vier Bowlingbahnen vorgesehen, auf denen neben klassischem Bowling auch interaktive, auf die Bahn projizierte Spiele angeboten werden. Im Obergeschoss wird ein moderner Veranstaltungsraum eingerichtet. Er bietet Platz für bis zu 300 Personen, verfügt über Ostseeblick und ist für touristische Veranstaltungen ebenso geeignet wie für Kongresse, Tagungen, Versammlungen sowie Gruppen- und Geschäftsreisende. (ko)



