Kristina Kolbe

Vom Klassenraum in den Luftraum

Die Schülerinnen und Schüler verbrachten drei Tage auf dem Flugplatz Grube, wo sie von Mitgliedern des LSC Condor in Theorie und Praxis des Segelflugs eingeführt wurden.

Die Schülerinnen und Schüler verbrachten drei Tage auf dem Flugplatz Grube, wo sie von Mitgliedern des LSC Condor in Theorie und Praxis des Segelflugs eingeführt wurden.

Bild: Kristina Kolbe

Grube. Lars Vowe, Lehrer am Küstengymnasium Neustadt, hat ein außergewöhnliches Hobby: das Fliegen. Er besitzt eine Motorfluglizenz und absolviert derzeit seine Ausbildung zum Segelflugpiloten. Regelmäßig startet er dafür vom Flugplatz Grube, um von dort aus lautlos durch die Lüfte zu gleiten. Nun konnten ihn 21 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Küstengymnasiums drei Tage lang auf den Flugplatz begleiten. Dort erhielten sie nicht nur einen Einblick in die theoretischen Grundlagen des Segelflugs, sondern durften auch selbst in die Lüfte steigen, natürlich gemeinsam mit erfahrenen Piloten.

Zu den ehrenamtlichen Unterstützern gehörte unter anderem Michael Wendt. Der Berufspilot fliegt auch in seiner Freizeit mit großer Leidenschaft und engagiert sich im Luftsportverein LSC Condor, der auf dem Flugplatz Grube beheimatet ist. Gemeinsam mit seinen Vereinskollegen Klaus-Joachim Scheffler, Rüdiger Braun, Christian Wendt, Christian Fründt und Horst Lohmann machte er es möglich, den Jugendlichen die Faszination des Segelflugs näherzubringen. Die Vereinsmitglieder übernahmen den Theorieunterricht, bedienten die Winde, mit deren Hilfe die Segelflugzeuge in die Luft gezogen werden und begleiteten die Schülerinnen und Schüler im Cockpit.

In bis zu 300 Metern Höhe und bei einer Fluggeschwindigkeit von mindestens 80 Stundenkilometern durften die Jugendlichen, wenn sie wollten, sogar selbst das Steuer übernehmen. Die Begeisterung war groß. Viele freuten sich über die Gelegenheit, dieses besondere Hobby kennenzulernen. Einige hätten am liebsten gleich einen weiteren Flug absolviert, andere überwanden ihre anfängliche Skepsis und waren im Nachhinein froh, den Schritt gewagt zu haben.

Einer der Teilnehmer kann sich sogar vorstellen, selbst Pilot zu werden. Dank zweier Segelflugzeuge und bis zu vier Starts pro Stunde konnten viele der Jugendlichen mehrfach abheben. Für die Schülerinnen und Schüler war das Projekt eine besondere Erfahrung, die weit über den regulären Unterricht hinausging. Ob als einmaliges Abenteuer oder als Beginn eines neuen Hobbys, die Begeisterung für den Segelflug war bei vielen deutlich zu spüren. (ko)


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