Kristina Kolbe

Winter, Schnee und Eis: Worauf jetzt besonders zu achten ist

Bild: ANTONS JEVTEREVS

Der Winter bringt nicht nur Schneeidylle, sondern auch Verantwortung. Glätte, Frost und kurze Tage stellen Verkehrsteilnehmende, Familien, Hausbesitzer und sogar die Tierwelt vor besondere Herausforderungen. Wir haben einige Punkte zusammengefasst, an die wir jetzt denken sollten:

Schnee auf dem Autodach

Ein verschneites Autodach ist kein Bagatelldelikt. Bei Bremsmanövern kann Schnee nach vorne rutschen und die Sicht vollständig blockieren. Eisplatten können sich lösen und andere Fahrzeuge treffen. Daher sollten Dach, Scheiben, Scheinwerfer und Kennzeichen vor Fahrtantritt vollständig freigeräumt werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder ab 25 Euro, bei Gefährdung oder Unfall deutlich mehr.

Winterreifen

In Deutschland gilt keine feste Winterreifenpflicht nach Datum, sondern eine situative Pflicht. Sobald Schnee, Eis, Schneematsch oder Reifglätte auftreten, dürfen Fahrzeuge nur mit Winter- oder Ganzjahresreifen unterwegs sein. Bei Verstößen drohen 60 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg, höhere Strafen bei Behinderung oder Unfall. Zusätzlich kann der Versicherungsschutz eingeschränkt sein. Winterreifen sind damit nicht nur Pflicht, sondern auch ein wichtiger Sicherheitsfaktor.

Kinder und Schulweg bei Glätte

Auch für Kinder ställt Glätte eine Gefahr im Straßenverkehr dar. Rutschfeste Schuhe, gegebenenfalls mit Profil oder Spikes sowie Reflektoren und helle Kleidung für bessere Sichtbarkeit sorgen für mehr Sicherheit. Außerdem sollte mehr Zeit für den Schulweg eingeplant werden um Eile und Rennen zu vermeiden. Autofahrende sollten besonders in Schulnähe und an Bushaltestellen aufmerksam fahren.

Heizen und Lüften im Winter

Kalte Außenluft führt dazu, dass im Winter oft zu wenig gelüftet wird. Die Folge: Feuchtigkeit sammelt sich in der Wohnung und Schimmel kann entstehen. Stoßlüften zwei- bis dreimal täglich für fünf bis zehn Minuten, Gleichmäßiges Heizen aller Räume und gezieltes Lüften nach Duschen und Schlafen schützt die Bausubstanz und sorgt für ein gesundes Raumklima.

Meisenknödel

Bei Frost und geschlossener Schneedecke stellen sich viele die Frage, ob sie durch Meisenknödel und Körnerfutter die Vogelwelt sinnvoll unterstützen können. Hier scheiden sich die Geister. Der BUND zum Beispiel sagt, dass die Vogelfütterung im Winter nur den Vogelarten hilft, denen es sowieso schon vergleichsweise gut geht. Die Arten, denen es schlecht geht, würden weiter ins Hintertreffen geraten, weil sie nicht ans Vogelhaus kommen. Der NABU hingegen vertritt die Ansicht, dass die richtig betriebene Vogelfütterung besonders im Winter von November bis Februar Hilfe und Naturerlebnis zugleich sei. An den Futterstellen lassen sich die Tiere nämlich aus nächster Nähe beobachten. (ko)


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