

Scharbeutz. Die Strandkirche Scharbeutz wird vom 8. Februar bis zum 22. März zum Schauplatz einer besonderen Ausstellung. Unter dem Titel „Bilder meines Lebens“ präsentiert der Neustädter Maler Paul Schubert einen umfassenden Querschnitt seines jahrzehntelangen künstlerischen Schaffens. Die Ausstellung lädt dazu ein, ein reiches und vielgestaltiges Werk zu entdecken, das handwerkliche Präzision, künstlerische Neugier und eine tiefe Sensibilität für Licht und Atmosphäre verbindet.
Die Vernissage findet am Sonntag, dem 8. Februar um 12.15 Uhr im Gemeindesaal der Strandkirche Scharbeutz statt.
Zum Künstler:
Paul Schubert hat in seinem Leben rund tausend Gemälde geschaffen. In der Strandkirche ist nun eine Auswahl zu sehen, die die Bandbreite seiner Techniken und Themen eindrucksvoll widerspiegelt. Zu den ausgestellten Arbeiten zählen altmeisterliche Ölgemälde in Lasurtechnik und alla prima ebenso wie Acryl, Aquarell, Pastellmalerei und Werke, die mit Spachteltechnik und pastosen Grundierungen entstanden sind. Ergänzt wird die Ausstellung durch Interpretationen bekannter Vorbilder sowie Arbeiten aus Schuberts Tätigkeit als Kopist klassischer Kunstwerke.
Geboren in Oberschlesien und nach dem Zweiten Weltkrieg in Bonn aufgewachsen, zeigte sich Schuberts künstlerische Begabung schon früh. Seine erste Ausbildung absolvierte er an einer Berufsschule als Maler, wo er unter anderem in der Fassadenmalerei geschult wurde. Dort erwarb er fundierte Kenntnisse über Farb- und Pigmentlehre, das fachgerechte Grundieren von Bildträgern und die handwerkliche Vorbereitung des Malgrundes. Dieses Wissen bildete die Basis für seine spätere Kunstmalerei und wurde durch das intensive Studium der alten Meister weiter vertieft.
Nach einigen Jahren im Dienst der Marine, unter anderem auf der Gorch Fock, wandte sich Schubert einem sozialen Beruf zu. Er ließ sich zum Krankenpfleger und Beschäftigungstherapeuten ausbilden und arbeitete fast drei Jahrzehnte lang in der psychiatrischen Klinik Neustadt. Dort begleitete er Patientinnen und Patienten auch künstlerisch und bildnerisch. Diese lange Tätigkeit prägte nicht nur seinen Blick auf den Menschen, sondern förderte auch seine Offenheit für Experimente und unterschiedliche Ausdrucksformen.
Sein Werk umfasst klassische Landschaften und Seestücke ebenso wie expressionistisch beeinflusste Bilder in intensiven Farben, abstrakte Kompositionen und Blumenstillleben. Unabhängig von Stil oder Technik zieht sich ein zentrales Thema durch nahezu alle Arbeiten: das Licht. Schubert widmet sich mit besonderer Hingabe dem Sonnenlicht, das durch Wolken bricht, dem vielschichtigen Abendlicht und dem Mondschein, der sich auf Wasserflächen spiegelt. In diesen Motiven zeigt sich seine Fähigkeit, Stimmungen einzufangen und dem Betrachter Raum für eigene Assoziationen zu lassen.
Die Ausstellung in der Strandkirche
Die Ausstellung ist bis zum 22. März montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr sowie sonntags nach dem Gottesdienst von 12 bis 13.30 Uhr geöffnet. Zusätzliche Öffnungszeiten werden an den Sonntagen 8. und 15. März jeweils von 14 bis 16 Uhr angeboten. (red/gm)

