reporter Neustadt

Anzeige: Letzte Runde im Kursaal

Der Dorfabend vom Tourismusverein Kellenhusen stand jedes Frühjahr für kostümreiche Bühnenmomente im Kursaal.

Der Dorfabend vom Tourismusverein Kellenhusen stand jedes Frühjahr für kostümreiche Bühnenmomente im Kursaal.

Bild: reporter Neustadt

Kellenhusen. Der Kursaal Kellenhusen öffnet noch einmal seine Türen, dann fällt der letzte Vorhang. Am Samstag, 12. September, können Einheimische und Wegbegleiter des Kursaals ein letztes Mal feiern, bevor das Gebäude der alten Kurverwaltung voraussichtlich im November abgerissen wird. Viele Veranstaltungen hat der Kursaal in den letzten 50 Jahren gesehen, manches wird zum Abschluss noch einmal hervorgeholt.

 

Seit der Eröffnung des Kurzentrums im Jahr 1975 war der Saal das Herzstück des geselligen Kellenhusens. 50 Jahre lang haben hier die unterschiedlichsten Feste stattgefunden. In Erinnerung bleiben natürlich die Dorfabende, die den Saal füllten, Silvesterpartys, bei denen bis in den Morgen getanzt wurde und anschließend ging es gleich mit dem Neujahrs-Jazzfrühschoppen weiter. Konzerte, Hochzeiten und Geburtstage, die dem Saal seine besonderen Erinnerungen gaben und natürlich die legendären Montagsdiscos, die in ganz Ostholstein bekannt waren.

„Der Kursaal war für viele Menschen ein Ort, wo wichtige Momente ihres Lebens stattgefunden haben“, sagt Tourismusleiter Raymond Kiesbye. „Bevor wir uns von dem Gebäude verabschieden, wollen wir ihm daher noch einmal die Bühne geben, die es verdient hat. An diesem Abend nehmen wir daher auch mit einem kleinen Rückblick auf Veranstaltungen und Anekdoten aus 50 Jahren Kursaal Abschied.“

Vor allem die Montagsdiscos sind Gästen und Einheimischen oftmals noch gut in Erinnerung. Daher wird auch Gerrit Milbrodt als derjenige, der über Jahrzehnte den Saal bespielt hat, die „Goodbye Kursaal-Party“ begleiten. Um 19 Uhr startet der kurze Rückblick, dann wird gefeiert. Tickets für alle, die am 12. September noch einmal Abschied nehmen möchten, sind zum Preis von acht Euro ab sofort unter www.milbrodt-events.de erhältlich.

 

Ende September wird es noch die Gelegenheit geben, sich das eine oder andere Andenken zu sichern. Noch verwendbares Inventar und Erinnerungsstücke aus dem Kursaal werden im Foyer aufgebaut und können erworben werden. Ebenfalls ist ein öffentlicher Rundgang durch das Gebäude, das im Ursprung auf die 1960er Jahre zurückgeht in Planung. Die genauen Daten werden noch bekannt gegeben.

An der Stelle der alten Kurverwaltung entsteht in den kommenden zwei Jahren das neue Gästezentrum. Der Abschied vom alten Kursaal ist also zugleich ein Beginn für das, was als Nächstes kommt. (red)


UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen