

Selent (tw). Die außergewöhnliche und beispielhafte außerschulische Öffentlichkeitsarbeit der beiden Naturschutzgebietsbetreuer vom NSG-Selenter-See Christoph Keller und Thorolf Wellmer hat sich offensichtlich inzwischen weit herumgesprochen. So traf sich deshalb am 12. Mai dieses Jahres mit 17 Grundschullehrkräften ein Kollegium an der ‚Grundschule Am Seekrug‘, um sich die ‚Waldlehrwanderung im Naturschutzgebiet‘ mal selber anzusehen und persönlich zu erleben.
Mit Christoph Keller hatten sich die Kolleginnen der ‚GS-Am Seekrug‘ so besprochen, dass die Lehrenden an diesem Tage selbst in die Rolle der Schulkinder schlüpfen sollten, um sich das Revier und seine Flora und Fauna zu erarbeiten. Und da gab es dann ja auch Einiges für die Lehrerschaft zu entdecken: da hatten die Waidmänner unter anderem Präparate auch vom Fuchs versteckt, der Dachs war dabei und auch der Marderhund, der Waschbär, der Fischotter, ein Waldkauz, ein Hermelin und da gab es auch Abwurfschaufeln vom Damhirsch, immer versehen mit einer kleinen Anekdote der beiden Jägersleute dazu. Einige Tierarten mussten tatsächlich sogar vom Hochsitz mit dem Fernglas erkannt und dann auf dem Arbeitsblatt, das jede der Gruppen erhalten hatte, aufgeschrieben werden. An einer Weggabelung ertönten einige Jagdhornsignale, die der Förster und Jäger Thorolf Wellmer hier gekonnt auf seinem Taschenjagdhorn vortrug und deren Bedeutung von Herrn Keller ergänzend wieder mit einer kleinen Geschichte erklärt wurde. Hier stieß auch der Hundeführer und Hundeobmann des Hegering 4, Thorsten Schmidt, mit seinen beiden Pudelpointer Jagdhunden zur Gruppe dazu. Beispielhaft wurde mit einer Ente eine Schleppe über mehrere hundert Meter Länge gelegt und dann, für alle gut zu sehen, souverän von seinem Jagdhund gearbeitet. Gemeinsam wurde nach einem donnernden Applaus dafür weiter gewandert bis zum Naturschutzzentrum ‚Ole Smeede‘ auf dem Gut Neuhaus, wo es einen Imbiss aus dem Rucksack gab. Bevor es weiterging, überreichten Christoph Keller und Thorolf Wellmer noch jedem Kollegen eine farbige Urkunde, wie sie sonst die Schulkinder auch bekommen. Darin wurde dem Urkundeninhaber bescheinigt, dass von ihm ‚naturkundliches Wissen als Teilnehmer am Reviergang erworben wurde – es wurden unter anderem in der Praxis Themen wie Wald, Feld, Wild und Hunde vermittelt‘. Als kleines Dankeschön überreichte hier auch der Schulleiter Hauke Muhs mit ein paar dankenden Worten den beiden Waidmännern ein kleines Präsent der Lehrerschaft. Sodann ging es für alle am Hafen in die beiden Betreuerboote, mit denen die Lehrerkollegen über den Selenter-See bis hin zum Steg gegenüber der ‚Grundschule Am Seekrug‘ heimgefahren wurden. Alle waren hellauf begeistert und noch lange wurde übereinstimmend gesagt, dass es eine der besten Veranstaltungen diesbezüglich der letzten Jahre gewesen sei.




