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Wahlpflichtkurs Museumspädagogik bereicherte Ausbildung

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Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Mittelstufe sind intensiv mit ihrer praktischen Umsetzungsarbeit beschäftigt.

Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Mittelstufe sind intensiv mit ihrer praktischen Umsetzungsarbeit beschäftigt.

Lensahn / Lübeck. (sp/eb) Diesen Monat fanden die alljährlichen Projekttage (die sogenannten Verblockungstage) im Wahlpflichtkurs Museumspädagogik auch in Lübeck und Umland statt. Die Kooperationspartner waren hierbei vornehmlich das Günter Grass-Haus in der Glockengießerstraße 21 sowie die Günter und Ute Grass-Stiftung an selbiger Adresse. Das Hauptthema war dieses Mal, praktische Umsetzungsmöglichkeiten zum gestalterischen Werk von Günter Grass ausfindig zu machen. So beschäftigten sich die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Mittelstufe der Fachschule Fachschule für Sozialpädagogik mit Aquadichten in Anlehnung an Günter Grass. Hierbei wird Gestaltung mit Literatur verbunden: malerische Fähigkeiten werden erprobt und geschult, indem auf Zeichenpapier ein Malgrund aquarelliert wird, auf dem sodann Textausschnitte, Gedichte, Zitate oder Wortfragmente skizziert werden.
 
Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei auf praktische Art erkennen, dass sich diese Gestaltungsweise sehr gut für Museumspädagogische Zwecke eignet. Man ist produktiv tätig, hat Erfolgserlebnisse, erarbeitet ästhetisch ansprechende Werke und ist entsprechend konzentriert und mit viel Freude an der Arbeit. Auf diese Weise können sich zum Beispiel Kinder und Jugendliche persönliche Erinnerungsstücke zu einer musealen Einrichtung erschaffen - das entsprechende Museum bleibt so positiv in Erinnerung. Bei der gestalterischen Umsetzung erhielten die Schülerinnen und Schüler Unterstützung von ihrem Lehrer Herrn Henning Looft, gerade bei den vielen unterschiedlichen Variationen, die bei der Aquarellmalerei möglich sind. Hierbei konnten sie Grundtechniken zu Wasserfarben, Grundierung und Lackierung (Nass-in Nass-Technik) erwerben und ausprobieren. Impulsgebend für diesen museumspädagogischen Gestaltungsprozess war die erfolgreiche Ausstellung zu Aquadichten von Günter Grass sowie auch sein Buch „Fundsachen für Nichtleser“, erschienen im Steidl Verlag. Bei der praktischen Arbeit konnten die Schüler und Schülerinnen Gefühle und Emotionen ausdrücken und sich somit in ihrer Bildung selbst verwirklichen.
 
Die praktische Umsetzungsarbeit gestaltete sich dabei als ein Prozess, bei dem Farbwirkungen bewusst erfahren werden konnten. Und auch wenn hierbei nicht alle Werke auf Anhieb nach eigener Vorstellung gelangen, hatten die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, Lernerfahrungen zu sammeln, so zum Beispiel Ausschnittserfahrungen. Hierbei konnten auch zunächst missglückte Arbeiten in einen positiven Schaffensprozess mit positivem Ergebnis gewandelt werden. Im Verlauf der hierzu benötigten Projektzeit konnten die Schülerinnen und Schüler lernen, sich später besser in ihre Klientel hineinzuversetzen und passende museumspädagogische Angebote zu erstellen und anzubieten. An dieser Stelle geht ihr Dank an Herrn Thomsa (Leitung des Günter Grass-Hauses), an Frau Henzschel (Mitarbeiterin des Günter Grass-Hauses) und an Frau Greiner (Leiterin des Willy-Brandt-Hauses) für die freundliche Betreuung und den für die Verblockungstage zur Verfügung gestellten Seminarraum.
 
Ein ebenfalls großer Dank geht an Herrn Basteck (Leiter des Museum Behnhaus / Drägerhaus) in der Königstraße 9-11 für die Bereitstellung seiner Räume. Resümierend konnten die Schüler und Schülerinnen herausstellen, dass sie im Verlauf des Museumspädagogikkurses viele ihnen neue museale Einrichtungen erkunden und auf ihren museumspädagogischen Gehalt hin beurteilen konnten. So haben Laurin Kalisch, Aneta Ziomkowska, Henriette Asmus, Annika Merkheim, Martin Rohling, Jasmin Spendler, Nora Riemichen, Isabell Heinrich und Marc de Vegt wertvolle pädagogische Umsetzungserfahrungen sammeln können, die für ihre spätere Berufsausübung grundlegend wertvoll sein können. Hierzu haben sie das Wallmuseum in Oldenburg, die Grenzdokumentationsstätte, die Jakobikirche, das Kunsthaus Lübeck, die Overbeck—Gesellschaft, das Museum Behnhaus / Drägerhaus, das Tierheim Lübeck, die Reformierte Kirche, das Willy-Brandt-Haus, das Günter Grass-Haus und als Schlussarbeit die neu renovierte Overbeck-Gesellschaft in der Königstraße 11 in Lübeck besucht.
 
Durch die derzeitige Ausstellung „Tätowierung“ von Herbert Hoffmann wurde die Schülergruppe mit ihrem Lehrer Henning Looft von Overbeck-Gesellschaft Mitarbeiterin Frau Moore und in erläuternder Weise von Herrn Pascal Simm geführt. Die Gruppe sagt auch hier für das freundliche Willkommen und die intensive pädagogische Beschäftigung mit ihr „vielen Dank!“. Dabei standen auch in diesem Jahr alle 3 Tage unter dem pädagogischen Gesichtspunkt der sogenannten „doppelten Vermittlungspraxis“, bei der alle Aktivitäten, welche die Schülerinnen und Schüler durch praktische Tätigkeit erfahren haben, späterhin auch mit Kindern und Jugendlichen museumspädagogisch umgesetzt werden können.


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