

Odenburg in Holstein (eb). Zufrieden blickten die Prüfungsausschussmitglieder und der Vorstand der Kraftfahrzeug-Innung Oldenburg am 30. Januar auf ihre „noch“ Auszubildenden im Saal des Oldenburger Schützenhofes in der Göhler Straße 52, wo Innungsobermeister Björn Bigga neben den Hauptakteuren, nämlich den Freizusprechenden, deren Familienangehörige und Freunde, zahlreiche Vertreter der Ausbildungsbetriebe und des dualen Schulbetriebes, Ehrengäste wie Festredner Karsten Alwast und die Musikerinnen und Musiker der Folk-Band Glenfiddle kurz nach 18.00 Uhr auf das Herzlichste zur diesjährigen Freisprechungsfeier begrüßte. Zufrieden deshalb, weil von allen Auszubildenden die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf „Kraftfahrzeugmechatroniker*in“ erfolgreich abgelegt worden war. Die Freisprechung, eine gute alte Tradition im Handwerk, nahm sodann ihren Verlauf mit dem Öffnen der traditionsbehafteten Lade aus dem Jahre 1921, die entsprechend ehrenvoll von den Freizusprechenden Lenz Aron Kristof und Lasse Kock geöffnet wurde. Hauptredner Karsten Alwast gratulierte den erfolgreichen Prüflingen mit den Worten: „Heute ist ein Tag, der Ihnen gehört. Genießen Sie ihn und Ihren Erfolg!“, auch im Namen des Kreises. „Vollzogen ist nun der Übergang vom Lernen zum Können, von der Anleitung zur eigenen Verantwortung sowie vom Auszubildenden zur Fachkraft“, fasste er die zurückliegenden dreieinhalb Jahre zusammen und betonte, dass die angehenden Junggesellinnen und Junggesellen in einem Schlüsselhandwerk der Gesellschaft tätig sind. „Mobilität und Fahrzeugtechnik verändern sich rasanter als je zuvor“, so Alwast. Zugleich stellte Herr Alwast heraus, dass der Kreis Ostholstein als Schulträger der Beruflichen Schule im Kremsdorfer Weg sowie den Außenstellen mit modernen Lehrmitteln eine solch anspruchsvolle Ausbildung unterstützt. Vernetzte Fahrzeuge, E-Mobilität und viel high-tech seien einige der Herausforderungen, die das Berufsbild prägten und einen Beruf mit Zukunft abbildeten, äußerte sich Karsten Alwast abschließend. Klassenlehrer Helmut Grimmig entließ seine Schüler*in mit herzlichen Dankesworten für eine schöne gemeinsame Zeit, während derer sich nicht nur die Lehrer an die Marotten der Auszubildenden gewöhnten, sondern auch umgekehrt die Auszubildenden die Eigenarten der Lehrkräfte akzeptierten. „Die Klasse zeigte, wie bunt das Leben sein kann“, resümierte Helmut Grimmig und ordnete den Jahrgang ein wenig als Spiegel der Weltsituation ein - offen für unterschiedlichste Nationalitäten und Migrationshintergründe. Auch Ex-Klassenlehrer Heiko Flüh freute sich, dass der gesamte Jahrgang erfolgreich nach 1278 Tagen Marathon, also keineswegs einer kurzen Etappe, mit bestandener Abschlussprüfung feiern kann. Damit sei das Ticket in eine fundierte berufliche Zukunft als Fachkraft sowie mit entsprechender Fortbildung als Meister, Ingenieur und anderem gelöst. Für die ehemaligen Auszubildenden hatte Lenz Aron Kristof einen kurzen Rückblick vorbereitet, verbunden mit herzlichem Dank an alle, die zum Prüfungserfolg beigetragen hatten, teils verbunden mit kleinen Präsenten. Und obgleich die von der Band Glenfiddle musikalisch vortrefflich begleitete Freisprechung sehr harmonisch anmutete, alle Jungeselinnen und Junggesellen bei Entgegennahme ihrer Zeugnisse und Gesellenbriefe um die Wette strahlten, kam auch der diesjährige Jahrgang um das Ladegericht, bei dem Vergehen und unschickliches Benehmen geahndet werden, nicht herum. Aufgefallen waren Palina Tsentsiavitskaya, Florian Kaiser und Serge Manternach, die vor ihrer Freisprechung zur Gesellin / zum Gesellen bereits alkoholische Getränke auf dem Tisch stehen hatten sowie Maximilian Bähnk, der seinen Gesellenbrief nicht formgerecht entgegengenommen hatte. Alle vier durften als Strafe unter den Anwesenden zugunsten des Fördervereins der Beruflichen Schule sammeln. Gespendet wurden auf diesem Wege zugunsten der KFZ-Abteilung der Schule 484,42 Euro, die seitens der KFZ-Innung auf runde 600,- Euro aufgestockt wurden. Mit anschließendem Schließen der Lade endete der offizielle Teil der festlichen Veranstaltung, die mit einem schmackhaften Buffet und netten Gesprächsrunden einen fröhlichen Ausklang nahm.
Erfolgreich bestanden: Maximilian Bähnk (Autohaus Heinrich Berg, Oldenburg), Reza Bayat (Autohaus Heinrich Berg, Oldenburg), Sandro Gilardoni (Autohaus Lange, Oldenburg), Florian Kaiser (Autohaus Lange, Neustadt), Niclas Kaul (Gollan Service, Beusloe), Lasse Kock mit zweitbestem Prüfungsergebnis Winter 2026 (ASR Autoservice Rönnpage, Oldenburg), Fynn Joel Kohls (Kfz-Betrieb This Westphal, Heringsdorf), Lenz Aron Kristof mit bestem Prüfungsergebnis Winter 2026, Autohaus Lange, Oldenburg); Johannes Krohn (Autohaus Lange, Oldenburg), Serge Manternach (Autohaus Herzog, Neustadt), Rene Pascal Nissen (Kfz-Betrieb Mario Lens, Heiligenhafen), Max Sievers mit drittbestem Prüfungsergebnis Winter 2026 (Motor Team Ralf Schwerin, Oldenburg), Fabius Störtenbecker (Kfz-Betrieb Salchow, Fehmarn), Palina Tsentsiavitskaya (Autohaus Heinrich Berg, Oldenburg), Julian Walk (Kfz-Betrieb Michael Kuhlmann, Gremersdorf) und Maurice Wiebers (Autohaus Heinrich Berg, Oldenburg) im Bild mit Festredner Karsten Alwast und Innungsobermeister Björn Bigga.




