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Küsterin Christane Benkert sagt „Tschüß!“

Freut sich auf viele Besucher aus der Landgemeinde zu ihrem Verabschiedungsgottesdienst am 11. Januar: Küsterin Christiane Benkert vor der Kirche zu Niederkleveez.

Freut sich auf viele Besucher aus der Landgemeinde zu ihrem Verabschiedungsgottesdienst am 11. Januar: Küsterin Christiane Benkert vor der Kirche zu Niederkleveez.

Bild: Schneider

Bösdorf (los). Seit Jahresbeginn 1989 hat sie in der Plöner Landgemeinde den Küsterdienst versehen. Jetzt ist die Zeit für den Ruhestand gekommen. Bösdorferin Christiane Benkert sagt „Tschüß“ am kommenden Sonntag, 11. Januar 2026: Die Glocken der Kirche zu Niederkleveez läuten um 9.30 Uhr zu ihrem Verabschiedungsgottesdienst, den Pastor i. R. Ulrich Gradert gestaltet. Und so treffen alte Kollegen wieder zusammen: Mit Pastor Ulrich Gradert, der seit Dezember 1988 für die Landgemeinde zuständig war und vor rund fünf Jahren in den Ruhestand wechselte, arbeitete Christiane Benkert viele Jahre lang als enges Gespann im Team. Als regelmäßige Besucherin der Gottesdienste war sie bereits während der Dienstzeit von Pastor Röhlk mit der Kirchengemeinde vertraut. Er sei es auch gewesen, der ihr damals vorschlug, den Küsterdienst zu übernehmen, erzählt sie. „Von ihm aus war das klar, also bin ich die ersten vier Wochen mit dem ehemaligen Küster sonntags mitgelaufen.“

Ihren ersten Gottesdienst als verantwortliche Küsterin erlebte sie dann mit Pastor Gradert im Januar 1989. Es folgten viele Dienstjahre, in denen sie die Kirchen für Gottesdienste, Andachten und Amtshandlungen betreute. Alles lief stets wie am Schnürchen. Nur ein Ereignis war anders: Die erste Beerdigung. „Da begleiteten mich der Bestatter Petersdotter senior und Friedhofsverwalter Holger Roggenbock“, erinnert sie sich. „Ich dachte, die sind ja bei dir, da kann dir nichts passieren.“ So dachte sie, so dachten auch die anderen. Am Ende hatten alle drei das Geläut vergessen. „Danach habe ich nie wieder vergessen, die Glocken zu läuten!“

Leute zu treffen, die regelmäßig zur Kirche gehen, die sich freuen, wenn man sich dort wieder sieht: „Das alles fand ich immer gut“, sagt Christiane Benkert. „Ich habe den Küsterdienst supergerne gemacht.“ Doch alles hat seine Zeit: „Ich habe beschlossen, dass ich jetzt in den Ruhestand gehe“, unterstreicht sie. Das Leben, etwas gemächlicher anzugehen, ist ihr Wunsch. Und auch, etwas mehr Zeit für die Enkelkinder zu haben, „wenn die am Wochenende bei mir schlafen wollen.“


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