Neue Selbsthilfegruppe für Suizidhinterbliebene
Plön (t/los). Zentralen Kontaktstelle für Selbsthilfe (ZKS) im Kreis Plön informiert über die Gründung einer Selbsthilfegruppe für Suizidhinterbliebene. Ein erstes Treffen ist am Mittwoch, 25. Februar, geplant. Es beginnt um 18.30 Uhr in Plön. Weitere Details zur Adresse sind bei der erforderlichen Anmeldung erhältlich.
Absolute Vertraulichkeit
Anfragen können als E-Mail an claudia.ottow@drk-oh.de übermittelt werden. Die Anmeldung erfolgt telefonisch unter 04342-9033 4020 bei Claudia Ottow von der ZKS Kreis Plön. Die Gruppengründung wird von ihr unterstützt. Auch nach der Gründungsphase erhalten die Gruppen auf ihren Wunsch hin weitere Unterstützung durch die ZKS und das regionale Selbsthilfe-Netzwerk. Bei diesem ersten Treffen können sich Hinterbliebene unverbindlich informieren und für sich herausfinden, ob sie in der neuen Gruppe mitwirken wollen. Für die Gruppengründung ist eine Mindest-Teilnehmerzahl vorgesehen.
Sozialpädagogin Claudia Ottow begrüßt die Initiative, eine Gruppe für Suizidhinterbliebene ins Leben zu rufen. „Der Besuch einer Selbsthilfegruppe ersetzt keineswegs therapeutische Hilfe nach dem Erleben einer traumatisierenden Erfahrung“, hebt sie hervor. Wenn sich Betroffene jedoch seelisch hinreichend stabil fühlten, könne die Mitwirkung zu einer wichtigen Stütze auf dem Lebensweg nach dem Suizid werden.
Selbsthilfegruppen würden nicht therapeutisch angeleitet. Sie entfalteten ihre positiven Kräfte, wenn sich ihre Mitglieder selbstbestimmt einbringen, um sich selbst und anderen zu helfen. „Das Fundament bildet dabei immer absolute Vertraulichkeit – alles was in der Gruppe gesprochen wird, muss dort bleiben“, unterstreicht Claudia Ottow.
Denn der Tod eines nahestehenden Menschen durch Suizid erschüttert das Leben der Hinterbliebenen zutiefst. Im Gefühlschaos aus Ohnmacht, Schmerz, Schuldgefühlen, Wut und Verzweiflung sehen sich Betroffene oft zusätzlich einem Stigma ausgesetzt, das sie tatsächlich sprachlos macht.
Diese Gedanken und Gefühle teilen zu können, Verständnis und Akzeptanz zu erfahren – darum soll es in der neuen Selbsthilfegruppe gehen. Sie soll ein Ort für Fragen, Erinnerungen, Trauer, Stille und neuen Lebensmut werden und alle Betroffenen willkommen heißen – egal wie lange der Verlust schon zurückliegt und in welcher persönlichen Beziehung die Person zu dem verstorbenen Menschen stand.

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