Preetzer Grundschüler zeigen, wie’s geht
Preetz (vg). Pfiffig sind sie, die Mädchen und Jungen aus der Klasse 4a an der Friedrich-Ebert-Schule in Preetz. Wenn es darum geht, Probleme zu erkennen und eine Lösung zu finden, zeigen sich die Superkräfte der Neun- und Zehnjährigen. Gemeinsam haben sie jetzt dafür gesorgt, dass auch der Biomüll an der Lehranstalt getrennt gesammelt und sinnvoll entsorgt wird.
„Für alle Klassen gibt es einmal in der Woche eine Kiste mit gesundem Obst und Gemüse. Dabei ist meinen Schülern aufgefallen, dass bislang bei uns nur Plastik und Papier vom Restmüll getrennt werden“, berichtet Klassenlehrerin Birte Hoffmann. Und die 4a wäre nicht die 4a, wenn sie das Übel nicht an der Wurzel gepackt hätte. „Wir möchten, dass auch in unserer Klasse der Müll vierfach getrennt wird und die Obstabfälle nicht mehr im Restmüll landen“, sagt Emma. Ein Komposter musste her, um „den Abfall wieder zu Erde zu machen“, wie Finn erläutert. Und wie funktioniert so eine Sammelstätte für Bioabfall und wie baut man so ein Teil? „Das wurde uns in einem Checker-Tobi-Video erklärt“, verrät Matthias. „Wir haben den Komposter aus alten Holzlatten zusammengeschraubt und Drahtgitter eingebaut“, erzählt Emil.
Inzwischen steht die Box am Rande des Schulhofes und ist mit den ersten Orangenschalen und Apfelresten gefüllt. „Für die Klasse gibt es einen genauen Dienstplan, wer den Bioabfall, den wir in einem Eimer sammeln, rausbringt“, sagt Mareike. Auf selbst gestalteten Plakaten ist außerdem beschrieben, was in den Biomüll gehört und was nicht. Die Reste vom Pausenbrot auf jeden Fall nicht, die würden nur Ratten anziehen. Aber alle leicht zersetzbaren organischen Abfälle wie Obst- und Gemüsereste, Eierschalen oder Teebeutel sollen den Weg in den Komposter finden.
Aber die Viertklässler haben noch weitergedacht: Was ist denn mit den anderen Klassen? Die sollten doch auch den Bio- vom Restmüll trennen! „Wir brauchten für die vielen Klassen unserer Schule ganz viele Behälter, hatten dafür aber kein Geld. Da haben wir die Abfallberatung angesprochen und die gab uns den Tipp, bei Firmen anzurufen, die uns Biomüll-Behälter zur Verfügung stellen könnten“, berichten Jure und Elias. Unter anderem haben es die Schüler auch beim Abfallwirtschaftszentrum Rastorf versucht – und prompt eine Zusage von Geschäftsführer Henning Becker erhalten. Am letzten Schultag vor den Ferien waren die Mitarbeiter Jette Sick und André Schulz in der Klasse 4a zu Gast, um die 6-Liter-Behälter für die Schule zu übergeben – zur riesigen Freude der Kids. „Wir stellen den Kompost ja ebenfalls selbst her – allerdings in großen Mengen. Das Engagement der Schüler halten wir für eine tolle Sache und unterstützen das gerne“, betont Jette Sick.
Als nächstes werden die Mädchen und Jungen der 4a in den anderen Klassen Biomüll-Experten ausbilden, die den Inhalt der Abfallbehälter prüfen und die regelmäßige Leerung übernehmen. Klassenlehrerin Birte Hoffmann ist stolz auf den Nachwuchs. „Ich habe sie zwar ein bisschen angeleitet, aber die Schüler haben sehr viel Eigeninitiative an den Tag gelegt und die meisten Aufgaben selbstständig erledigt!“ Ein vorbildlicher Einsatz, von dem nun die ganze Schule und natürlich die Umwelt profitieren.

Sternsingen vom 2. bis 5. Januar




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