Reporter Eutin

Wetterkapriolen durchkreuzen die Pläne der Abenteurer.

Kreis Plön (dif). Wenn heute Abend um 20.30 Uhr im KSV-Stadion am Mühlenweg der Anpfiff zum Zweitligaspiel Holstein Kiels gegen den 1. FC Kaiserslautern ertönt, ist die Route klar vorgegeben. Die Störche wollen mit dem zweiten Dreier in Folge weiter den Glauben an den Ligaverbleib aufrechterhalten. Nach dem starken 2:1-Sieg bei Fortuna Düsseldorf geht man gestärkt in diese neunzig Zweitligaminuten gegen die „Roten Teufel“. Mit den wichtigen Toren von Harres und Nekic vor einer Woche hat sich der Bundesligaabsteiger etwas aus der bedrohlichen Lage befreien können. Gerettet ist die Elf von Trainer Tim Walter natürlich noch lange nicht. Dieser brachte am Rhein mit Ikem Ugoh aus der 2. Mannschaft einen Neuling, der einen gelungenen Einstand feierte und seine Sache mehr als gut machte. Nur zwei Tage nach dem Kieler Sieg wurde Fortuna-Coach Markus Anfang, der Aufstiegstrainer Holsteins aus dem Jahre 2017, von seinen Aufgaben entbunden. Und so sieht es vor dem Kick gegen Lautern in der unteren Tabellenhälfte aus: Die KSV hat durch den Sieg drei Zähler auf Eintracht Braunschweig und den FC Magdeburg geholt, die beide ihre Duelle verloren. Braunschweig unterlag in Bochum mit 1:4, der FCM beim SC Paderborn 3:4. Auch das 0:0 zwischen Preußen Münster und Greuther Fürth spielte den Störchen in die Karten. Nur Dynamo Dresden, 2:0-Sieger in Nürnberg, reihte sich nicht in diese positiven Resultate ein. Wir tippen heute auf einen Heimerfolg Holsteins der Marke 2:0, da wir davon ausgehen, dass nun jeder Kieler Akteur den Ernst der Lage erkannt hat. In Düsseldorf konnte man endlich Kampf und Spiel bei den Störchen erkennen. Ein jeder Kicker in „Blau-Weiß-Rot“ zerriss sich dort. So muss es in den finalen Spielen der Liga weitergehen. Ein „Alles oder Nichts“-Spiel am 34. Spieltag in Dresden will an der Förde kein Fan haben. In der Flens Oberliga wird ab heute (19.15 Uhr) mit der Paarung vom FC Kilia gegen Phönix Lübeck 2 der 26. Spieltag ausgerufen. Die Kieler haben Heimrecht und treffen auf einen Gegner aus dem Mittelfeld, der sich weder nach unten Sorgen, noch nach oben Hoffnungen machen kann oder muss. Da der Titel der Kilianer praktisch an den SV aus Todesfelde vergeben ist, sollte am Hasseldieksdammer Weg das Ziel sein, noch Position zwei zu erreichen, ausgerufen werden. Dies wäre eine starke Platzierung für den FC Kilia mit dem jeder im Verein gut leben könnte.

Der ärgste Konkurrent des Noch-Meisters kommt hierfür aus der eigenen Stadt. Die Jungstörche der KSV Holstein kicken am Sonntag, 19. April, um 16 Uhr bei Inter Türkspor. Ein Kieler Derby also, bei dem die Inter-Jungs die Zähler dringender brauchen. Die Lage der Staffel: Die KSV Holstein kam zu einem lockeren 2:0-Erfolg in Oldenburg, während der FC Kilia das Top-Spiel in Todesfelde knapp mit 0:1 verlor. Damit bleiben die Jungstörche weiter glatte zehn Punkte hinter dem Spitzenreiter zurück, haben aber nun auf Kilia sechs Zähler Luft. Inter bleibt nach der 1:5-Heimpleite gegen Eichede in arger Abstiegsnot. Gut für die Kieler, dass die Konkurrenten aus Hohenwestedt, Rotenhof (1:9 bei Phönix Lübeck) und Oldenburg allesamt ebenfalls Niederlagen kassierten. Die Landesliga Schleswig geht wie folgt in Spieltag 26: Der SVE Comet spielt morgen, 18. April, um 13 Uhr, beim TSV Friedrichsberg-Busdorf um Ligapunkte.

Eine Stunde später steigt das Spitzenspiel der Staffel zwischen Rot Schwarz und dem Eckernförder SV in Kiel und ab 14.30 Uhr gastiert der TSV Klausdorf bei Weiche Flensburg. Den Abstieg der Cometen hat Lokalrivale Rot Schwarz wohl mit dem 3:2-Sieg am Kieler Ostufer endgültig besiegelt. Schade, für den SVE geht es mit ziemlicher Sicherheit zurück in die Verbandsliga. Für RS wird es hingegen trotz des Sieges schwer, noch Ligazweiter zu werden, auch wenn dem Eckernförder SV nur ein 2:2-Remis gegen Eidertal/Molfsee gelang. Das direkte Duell muss einfach gewonnen werden. In der Tabelle sind es aktuell (bei einem Nachholspiel) immer noch acht Punkte. Mit dem 4:1-Erfolg beim Heider SV konnte auch der TSV Klausdorf wieder jubeln und rangiert weiter im gehobenen Mittelfeld.


UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen