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Störche bleiben in Sachen Neuzugänge auf dem Boden

Aufstieg verpasst:  TSV-Trainer Dennis Trociewicz.

Aufstieg verpasst: TSV-Trainer Dennis Trociewicz.

Bild: D. Freitag

Kreis Plön (dif). Am Kieler Mühlenweg bei der KSV Holstein ist aktuell Sommerpause und Urlaubszeit angesagt. Die Störche Anhänger warten bereits ungeduldig auf die Freigabe der Dauerkarten, die 6.100 Abonnenten nicht überschreiten soll. Das Team selbst befindet sich bald in der Vorbereitung zu ihrer ersten Bundesligaspielzeit, der Trainingsauftakt ist allerdings erst für den 28. Juni vorgesehen. Danach folgt dann das Trainingslager in Seefeld (Tirol), das vom 27. Juli bis zum 4. August ausgetragen wird. Auch rund um das Stadion sind die Bauarbeiten schon frühmorgens im Gange. Zwar hatte der DFB dem Neuling noch ein wenig Zeit eingeräumt und auch einige vorgeschriebene Arbeiten durften die Kieler erst einmal „auf Eis“ legen, trotzdem gibt es genügend zu tun. Wichtige Vorschriften - wie die Flutlichtanlage - müssen bis zum Heimspielauftakt laufen.

Hinter den Kulissen wird aber auch eifrig an einer neuen Mannschaft gearbeitet, die ja nur punktuell verstärkt werden soll. Neben Philipp Sander (zu Borussia Mönchengladbach), haben auch Holmbert Fridjohnsson, Winter-Rückkehrer Mikkel Kirkeskov und Joshua Mees (bei allen lief der Vertrag aus, Mees werden Kontakte zum HSV, beziehungsweise nach Saarbrücken nachgesagt), die KSV verlassen. Aber auch für die zurückgekehrten Leihspieler Otschie Wriedt und Ba-Muaka Simakala scheint kein Platz im Erstligakader zu sein. Nach Vereinsinfos können sich beide einen neuen Verein suchen. Weiter in der Schwebe hängt der Transfer von Leihspieler Tom Rothe, der eigentlich ab Juli wieder ein Dortmunder sein wird. Neu an der Förde ist bisher der von FC Homburg geholte Phil Harres. Ein 22-jähriger Stürmer, der mit 24 Treffern in der Regionalliga Südwest auf sich aufmerksam machen konnte.

Man wird sehen, ob es bei einem gewaltigen Sprung von gleich drei Ligen höher auch reicht. Der zweite Zugang kommt von Drittligist SV Sandhausen. Max Geschwill soll in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen. Auch für den 1,85 Meter großen Abwehrmann ein gewaltiger Sprung in die erste Bundesliga. Bereits vor Wochen lotste der Aufsteiger, damals noch unter Mithilfe von Uwe Stöver (jetzt SV Wehen Wiesbaden) Andu Kelati aus Hoffenheim zum Mühlenweg. Kelati ist 21 Jahre alt und ein Linksaußen. Mit schon diesen ersten Transfers erkennt man, wo der Fokus der Störche liegt: Junge talentierte Spieler, die den finanziellen Rahmen nicht sprengen. Rückblick Spielzeit 2023/24: Wir gehen ein paar Staffeln tiefer und schauen in die Landesliga-Saison des TSV Klausdorf. Die Ausgangslage im Verein war klar. Nach dem unglücklichen Scheitern im Vorjahr wollte man beim TSV diesmal hoch. Doch am Ende der Serie 2023/24 stand ein doch etwas ernüchternder fünfter Ligaplatz zu Buche. Die Truppe von Trainer Dennis Trociewicz kam in 30 Spielen auf 14 Erfolge, sechs Punkteteilungen und zehn Niederlagen, dies bei einem Torverhältnis von 99:53-Spitzenwert in der Offensive. Doch zu Titelträger TuS Rotenhof fehlten dann doch 31 Pluspunkte, zum „Vize“ Eidertal/Molfsee noch deren elf. Bester Schütze war Florian Kuklinski mit 31 Buden, was ihm hinter Cedric Nielsen (Slesvig IF) Platz zwei einbrachte.

Eine Position dahinter lag Marc Schwabe (26), Driton Gashi kam auf 11 Tore. Eine starke Bilanz, ausbaufähig ist hingegen noch die Abteilung Defensive, die mit 53 Gegentoren zu anfällig war. Hier stehen besonders ein 3:6 in Rotenhof, das 2:7 bei Frisa Lindholm oder ein 3:3 in Dörpum auf der negativen Gegentorliste. Ein wenig verkorkst hatte der TSV die Hinrunde, die man mit 20 Punkten abschloss und hier schon ein wenig den Anschluss nach ganz oben verlor. In der zweiten Spielhälfte gab es dann 28 Zähler zu feiern. Hohe Siege, wie beim Startschuss in die Saison, als man den Husumer SV gleich mit 12:0 deklassierte, waren in der gesamten Serie dabei. Aber auch das 6:1 gegen die SG Eckernförde/Fleckeby, das 8:1 über Slesvig IF, ein 9:2-Sieg über den TSV Altenholz, ein 8:1 über Dörpum und das 12:2 am letzten Spieltag gegen Absteiger Gettorf ließen aufhorchen und zählen zu den positiven Momenten. Platz eins hatte der TSV an den Spieltag eins und zwei inne. Mit sechs Zählern und 17:0-Toren ging es mehr als gut los. Doch leider sollte danach bis zu Spieltag elf nur noch ein Sieg folgen. Erst das 6:1 über die SG Eckernförde/Fleckeby brachte wieder einen Dreier.

Danach lief es auch wieder richtig gut. In den Spieltagen zwölf bis neunzehn holte Klausdorf gleich fünf Erfolge und blieb bis zum 0:3 in Kropp ungeschlagen. Eine einfache Rechnung für den TSV: Mit zwei Siegen über Eidertal hätte das Trociewicz-Team Relegationsplatz zwei sicher gehabt. Doch beide Duelle wurden, mit 1:2 und 0:3, abgegeben. Fazit: Man darf gespannt sein, mit welchem Kader der TSV ab Sommer 24 einen neuen Anlauf starten wird. Nicht mehr dabei sein wird Marc Schwabe. Der Torjäger hat den Sprung in die Oberliga geschafft und schließt sich dem Oldenburger SV an. Für die TSV ein herber Verlust, da auch Florian Kuklinski zum Meister und Neu-Oberligisten TuS Rotenhof gewechselt ist. Damit haben 57 Tore den Verein verlassen.

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